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Gesichtet, aber nicht gefangen : Entlaufener Wildpark-Wolf weiter auf freier Pfote

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Einer seiner Artgenossen ist getürmt: Wolf im Wildpark Knüll in Homberg/Efze Bild: dpa

Nach dem Ausbruch von Wölfen sichern Arbeiter den Wildpark Knüll mit Doppelstahlmatten. Eines der entlaufenen Tiere ist zwar zwischenzeitlich gesichtet worden, aber nicht gefangen. Verlockungen widersteht er bisher.

          Der aus einem nordhessischen Wildpark ausgebrochene Wolf ist weiter auf freier Pfote. Er sei zwar mehrmals gesichtet worden, habe jedoch eine Futterstelle, zu der er gelockt werden soll, nicht angenommen, teilte der Schwalm-Eder-Kreis als Betreiber des Wildparks am Montag mit. Der Wolf soll mithilfe eines Betäubungsschusses gefangen werden.

          Das Tier sei mehrmals gesichtet worden, zuletzt einmal am Sonntag und zweimal am Montagmorgen „an ähnlicher Stelle“, sagte ein Sprecher des Kreises. Es zeichne sich ein klares Bewegungsprofil ab. In welchem Gebiet sich der Wolf aufhält, teilte der Kreis nicht mit, um den Plan nicht zu gefährden und keine Schaulustigen anzulocken.

          Doppelstahlmatten als Sicherung

          Den „Luderplatz“, also die Futterstelle zum Anlocken von fleischfressenden Tieren, hat der Wolf bisher gemieden. Dort stehen automatisch auslösende Kameras bereit, die beim Auslösen Meldungen an die Handys von Experten geben, die dann zur Fang-Aktion ausrücken sollen.

          Vor zehn Tagen waren zwei Wölfe aus dem Wildpark Knüll in Homberg (Efze) ausgebrochen. Sie hatten mehrere Zäune passieren können und befanden sich im zu der Zeit für Besucher geschlossenen Park. Ein Wolf sei aus Sicherheitsgründen erschossen worden, dem zweiten gelang die Flucht von der Anlage.

          Der Wildpark ist wegen Sicherungsarbeiten weiter geschlossen. Das Wolfs- und Bärengehege wird mit Doppelstahlmatten bis zu einer Höhe von einem Meter zusätzlich gesichert. Laut Kreis sollen die Arbeiten im Lauf der Woche abgeschlossen werden.

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