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Abgesagte Impftermine : Die Folgen der Astra-Zeneca-Verweigerung

Leerstühle: Manche machen sich nicht einmal die Mühe, ihren Impftermin abzusagen – sie bleiben einfach weg. Bild: Finn Winkler

Der Wirkstoff von Astra-Zeneca ist so unbeliebt, dass viele Hessen ihrem Impftermin fernbleiben. Angeblich verfällt aber deswegen keine Dosis. Ministerpräsident Bouffier ist wegen der fehlenden Rücksichtnahme besorgt.

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          Die Zahlen sind erschreckend: Gesundheitsämter in Hessen berichten von bis zu 50 Prozent geplatzten Impfterminen. Zusagen, auf die viele so dringend warten, gelten manchen offenbar nichts mehr, wenn sie einer Corona-Immunisierung mit dem Wirkstoff von Astra-Zeneca entgegenblicken.

          Monika Ganster
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Problem kennt auch der Leiter des Frankfurter Impfzentrums, Benedikt Hart. In der Festhalle, wo zurzeit jeden Tag etwa 1000 Impfungen mit Astra-Zeneca eingeplant sind, fielen 250 bis 400 Termine aus, sagt er. Einige äußerten erst auf den letzten Metern Sonderwünsche, nach einem Aufklärungsgespräch mit einem Arzt, berichtet Hart. Sie brächten umfangreiche Unterlagen mit, um zu belegen, dass sie einen mRNA-Impfstoff benötigten. „Aber da haben wir keinen Spielraum“, sagt der Leiter des DRK-Impfzentrums. Wird ihnen der Wechsel zu den Wirkstoffen von Biontech oder Moderna verweigert, verzichteten sie ganz auf den Termin: „Das ist sehr schade, denn jede Impfung bringt uns als Gesellschaft weiter.“

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