https://www.faz.net/-gzg-9t9rh

Asiatische Tigermücke : Dieser gefährliche Zuwanderer saugt jetzt auch im Rheingau

Sauger: Asiatische Tigermücke Bild: obs

Nun gibt es die Asiatische Tigermücke außer in Frankfurt auch im Rheingau. Sie kann die Erreger des Denguefiebers übertragen, wenn sie dem Menschen etwas Blut abnimmt. Das setzt aber eines voraus.

          1 Min.

          In Oestrich-Winkel im Rheingau ist erstmals die Asiatische Tigermücke nachgewiesen worden. Das berichtet das Gesundheitsamt des Rheingau-Taunus-Kreises. Den Nachweis hatte zuvor die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage erbracht, die für die Bekämpfung lästiger Stechmücken am Rhein zuständig ist. Vor einem Jahr war sie schon in Frankfurt entdeckt worden.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Die Tigermücke (Aedes albopictus) stammt laut Gesundheitsamt aus Südostasien. Sie wurde 1979 erstmals in Europa und 2007 erstmals in Deutschland entdeckt. In einigen deutschen Regionen hat die Tigermücke nach Angaben des hessischen Sozialministeriums schon überwintert und sich dauerhaft angesiedelt. Offenbar verbreite sich das Insekt vorzugsweise entlang der Flüsse von Süden nach Norden. Die Tigermücke ist tagaktiv, ihre Eier überstehen auch Frostperioden.

          Übertragung von Krankheiten möglich

          Die Mücke gilt als mögliche Überträgerin von in wärmeren Regionen vorkommenden Krankheitserregern wie Dengue- oder Chikungunyavirus. Denguefieber kann bei schwerem Verlauf für Menschen tödlich sein. Allerdings müsste die Tigermücke zunächst einen infizierten Menschen gestochen haben, um zur Überträgerin zu werden.

          „Die Gefahr für eine Übertragung von Krankheiten ist momentan relativ gering, da die Mückenpopulation offenbar noch klein ist“, beruhigt das Gesundheitsamt. Allerdings könnten nach einem Stich der Mücke die Beschwerden auch mild verlaufen und die Symptome anderen fieberhaften Krankheitsverläufen mit starken Muskelschmerzen ähneln.

          Um den Mücken das Brüten und somit die Vermehrung zu erschweren, rät das Gesundheitsamt zur Vermeidung von Wasseransammlungen in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen oder Eimern. Regentonnen sollten abgedeckt, Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreit und das Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken sollte mindestens einmal wöchentlich ausgetauscht werden. Nähere Informationen gibt das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 06124/510604.

          Weitere Themen

          Kamelhaare und Dreckskerle

          Gottesdienstbesuch : Kamelhaare und Dreckskerle

          Ein Junge klatscht unvermittelt in die Hände, gähnt laut, schließlich dotzt er die Stirn auf die Holzbank. Derweil erzählt der Pfarrer von Johannes dem Täufer als „Wegbereiter des Kommenden“. Gottesdienstbesuch in Eltville.

          Chef der Wiesbadener Awo tritt zurück

          Finanz-Affäre : Chef der Wiesbadener Awo tritt zurück

          Überhöhte Gehälter und Luxuswagen: Die Vorwürfe gegen die Frankfurter Awo wiegen schwer. Aber auch beim Wiesbadener Kreisverband rumort es. Nun hat Vorstandsvorsitzende seinen Rücktritt verkündet.

          Topmeldungen

          Ehemaliger Hassprediger : Sven Laus Verwandlung

          Der frühere Salafist gibt sich geläutert. Die Haft habe ihn mehr als nur gebrochen. Bald will er sich sogar in der Prävention engagieren. Die Leute hätten ihm ja schon einmal zugehört.
          Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und ein Dolmetscher während der Pressekonferenz in Salzburg am Montagabend

          Pressekonferenz in Salzburg : Klopps Breitseite gegen Dolmetscher

          Vor dem Spiel gegen RB Salzburg spielt sich Jürgen Klopp kurz als Dolmetscher auf - und korrigiert die ins Deutsche übersetzte Aussage seines Kapitäns Henderson. Und blafft: „Also schon zuhören, sonst kann ich das auch übersetzen.“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.