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Aschaffenburg : CSU erwägt Verzicht auf Oberbürgermeister-Kandidaten

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Die CSU wird nach der Sommerpause entscheiden, ob sie bei der Wahl des Aschaffenburger Oberbürgermeisters im Frühjahr 2006 einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt. Dies sagte der Kreisvorsitzende, Bürgermeister Werner Elsässer, bei der Vertreterversammlung seiner Partei.

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          Die CSU wird nach der Sommerpause entscheiden, ob sie bei der Wahl des Aschaffenburger Oberbürgermeisters im Frühjahr 2006 einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt. Dies sagte der Kreisvorsitzende, Bürgermeister Werner Elsässer, bei der Vertreterversammlung seiner Partei. Wie es hieß, gibt es in den elf Ortsverbänden gegenwärtig eine Mehrheit, die darauf verzichten will, dem amtierenden Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD) eine Persönlichkeit aus den Reihen der Union entgegenzustellen.

          Elsässer, der als Kreisvorsitzender mit 48 von 51 Stimmen wiedergewählt wurde, sagte dieser Zeitung, die Diskussion sei schon vor rund eineinhalb Jahren aufgekommen und bislang "völlig ergebnisoffen" geführt worden. Er wollte sich "jetzt nicht auf eine Position versteifen". Entscheiden werde am Ende allein die Delegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes der Stadt. Wie in der Partei zu hören ist, rechnet man sich bei der Wahl des Oberbürgermeisters "nur geringe Chancen" aus. Herzog hatte sich im Jahr 2000 zum ersten Mal um das Amt des Stadtoberhaupts beworben und auf Anhieb rund 65 Prozent der Stimmen bekommen. Der Fraktionsvorsitzende der CSU, Peter Schweickard, mußte sich mit einem Viertel der Wählerstimmen begnügen, Thomas Mütze, inzwischen Landtagsabgeordneter, holte für die Grünen zehn Prozent.

          Bürgermeister Werner Elsässer, der als hauptamtlicher Referent die Schul- und Sozialverwaltung im Rathaus leitet, meint, daß der Oberbürgermeister sich trotz seines SPD-Parteibuches in seiner Amtsführung "sehr neutral verhält". Die CSU-Fraktion im Stadtrat habe schon jetzt weit mehr als die Hälfte ihres Programms in die Tat umsetzen können. Andererseits, so Elsässer, mangele es der CSU keineswegs an Persönlichkeiten, die für eine Kandidatur in Frage kämen.

          Genannt werden drei Namen. Der "Nachwuchs" interessiert sich aber, wie zu hören ist, vor allem für das Landtagsmandat, das zu vergeben ist, wenn Manfred Christ sich im Jahr 2008 mit 68 Jahren aus dem Maximilianeum verabschiedet. Es heißt, die Aspiranten fürchteten, mit einer Kandidatur gegen Herzog "verheizt" zu werden.

          Im Stadtrat stellt die CSU die stärkste Fraktion. Bei den Wahlen im Jahr 2002 bekam sie mehr als 42 Prozent der Stimmen, vor der SPD mit 37 und den Grünen mit knapp sieben Prozent.

          Auch die Aschaffenburger Grünen haben nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob sie bei der Wahl im Frühjahr des nächsten Jahres mit einem eigenen Kandidaten antreten wollen. htr.

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