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Aschaffenburg : City Galerie zieht täglich 30 000 Menschen an

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Die Aschaffenburger haben 2002 rein statistisch betrachtet jeden sechsten Euro in der City Galerie ausgegeben. Dies geht aus einer Standort- und Kundenanalyse hervor, die Center-Manager Dirk von der Ahe präsentiert hat.

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          Die Aschaffenburger haben 2002 rein statistisch betrachtet jeden sechsten Euro in der City Galerie ausgegeben. Dies geht aus einer Standort- und Kundenanalyse hervor, die Center-Manager Dirk von der Ahe präsentiert hat. Der Studie zufolge kennen 99Prozent der Aschaffenburger die in der Innenstadt gelegene City Galerie. In Mömbris sind es 96Prozent, in Lohr 95Prozent, in Miltenberg 86 Prozent und in Dieburg immerhin noch 55 Prozent. 2002 war laut Ahe für den Einzelhandel das "schwärzeste Jahr" seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Bundesweit gingen die Umsätze um 2,7 Prozent zurück. Auch die City Galerie blieb von dieser Entwicklung nicht verschont, allerdings konnte sie sich mit einem Umsatz von 148,6 Millionen Euro (minus 1,3 Prozent gegenüber 2001) im vergangenen Jahr besser behaupten als der Durchschnitt. In einzelnen Branchen wie Lebensmitteln, Bekleidung und Gastronomie wurden gegenüber dem Vorjahr sogar Zuwächse erreicht.

          Die City Galerie ist mit 59500 Quadratmetern das größte Einkaufszentrum in Nordbayern, das pro Tag durchschnittlich 30000 Menschen anzieht. Es bietet in seinen 72 Geschäften und Warenhäusern einen breiten Branchenmix. Im Einzugsgebiet, das bis nach Dieburg, Offenbach, Hanau, Amorbach und Lohr reicht, leben 690000 Menschen. Diese Zahl macht deutlich, daß die City Galerie von den knapp 70000 Einwohnern der Stadt Aschaffenburg allein nicht leben könnte. Das Einkaufszentrum profitiert Ahe zufolge von einem geringen Wettbewerbsdruck im Naheinzugsgebiet, zu dem die Kreise Aschaffenburg und Miltenberg zählen. "Im Süden sind wir sogar konkurrenzlos", meinte er.

          Die City Galerie wird seit 1978 durch die ITCM Immobilien Consulting und Management GmbH geführt, die derzeit bundesweit 24Center mit rund 500000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche betreut. Die Standort- und Kundenanalyse ist die erste Erhebung seit 1997 und dem Umbau der City Galerie. Die Studie war von Studenten der Fachhochschule Darmstadt im Auftrag des Center-Managements durchgeführt worden. Diese interviewten insgesamt 1200 Menschen in Aschaffenburg sowie in Dieburg, Mömbris, Lohr und Miltenberg.

          Der Umfrage zufolge kommen rund 60 Prozent der Kunden der City Galerie aus dem Umland. Diese lassen auch das meiste Geld in dem Einkaufszentrum. 72Millionen Euro gaben die Bewohner des Naheinzugsgebiets und 14,4Millionen Euro die Menschen aus den weiter entfernt liegenden Kommunen aus. Die Aschaffenburger kauften im vergangenen Jahr für 57,5 Millionen Euro in der City Galerie ein. Dies entspricht einer Kaufkraftabschöpfung von 15Prozent. Laut Ahe beträgt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Gesamteinzugsgebiet der City Galerie 3,9Milliarden Euro. Die Abschöpfungsquote von 3,7 Prozent nannte er überdurchschnittlich hoch.

          91 Prozent der befragten Aschaffenburger erklärten, ihre Einkäufe in der City Galerie zu erledigen. In Mömbris waren es 86 Prozent, in Lohr 75 Prozent, in Miltenberg 69 Prozent und in Dieburg 41 Prozent. Der Erhebung zufolge sind Singles mit 28Prozent und Zwei-Personen-Haushalte mit 32Prozent die stärkste Kundengruppe in dem Einkaufszentrum. Daß jedoch auch Familien dort gerne einkaufen, beweist laut Ahe die Tatsache, daß 25Prozent der Besucher in Haushalten mit vier und mehr Personen leben. Beliebt ist die City Galerie vor allem bei den Frauen, die mit 61Prozent die Mehrheit der Einkäufer stellen.

          Dem Gutachten zufolge kommen 55Prozent der Kunden mit dem Auto. Von diesen wiederum nutzten 60Prozent das centereigene Parkhaus. 37Prozent der Besucher kamen zwei- bis dreimal in der Woche in die City Galerie. Einmal in der Woche zieht es immerhin noch 28 Prozent dorthin.

          Die Lieblingsgeschäfte der Befragten waren mit Abstand Karstadt, C&A und Kaufhof, daneben noch Hennes&Mauritz und Müller. Auf die Verbesserungsvorschläge der Kunden, die über Sortimentslücken oder fehlende Kinderbetreuung geklagt hatten, hat die City Galerie Ahe zufolge reagiert. Noch in diesem Jahr werden ein Toto-Lotto-Geschäft mit Schreib- und Tabakwaren, ein Kindermodengeschäft sowie der Geschenkartikelanbieter "Nanu Nana" Geschäfte beziehen. Geplant ist die Errichtung eines Kinderspiellandes (ohne Betreuung), eines Informationsstands und der Umbau der Toiletten, die künftig ein "toskanisches Erlebnis" bieten sollen. (as)

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