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Architekturwettbewerb : Wiesbadener Hausberg soll attraktiver werden

  • -Aktualisiert am

Gastronomie am Waldrand: Das überzeugt die Jury am Entwurf des Architekturbüros Zaeske und Partner. Bild: Reproduktion WIM/ Architekturbüro Zaeske und Partn

Der Wiesbadener Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler hält den Zustand auf dem Neroberg schon lange für verbesserungswürdig. Nun gibt es erfolgversprechende Ideen.

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          Es ist vorerst nur ein vager Blick in eine verheißungsvolle Zukunft: Die Vorstellung des Wiesbadener Architekturbüros Zaeske und Partner für eine Umgestaltung des Neroberg-Plateaus hat die Wettbewerbsjury am meisten überzeugen können. Insgesamt hatten vier Architekturbüros im Auftrag des Wiesbadener Liegenschaftsfonds WIM Ideen entwickelt, wie der Neroberg als Ausflugsziel attraktiver werden kann. Drei reichten ihre Vorschläge schließlich zur Bewertung ein. Den Anstoß zum Wettbewerb hatte Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) gegeben, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WIM ist.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Dem Aufsichtsrat ging es vor allem um die Belebung der Gastronomie im Turm, denn die Überreste des ehemaligen, vor Jahren vom Feuer zerstörten Neroberg-Hotels befinden sich im Eigentum des WIM-Fonds. Kessler hält den Zustand auf dem Neroberg schon lange für verbesserungswürdig. Zentrale Vorgabe an die Architekten war, die vorhandenen Elemente des Wiesbadener Hausbergs wie den Turm, den Monopteros und die Erlebnismulde unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und der umgebenden Landschaft in alle Überlegungen einzubeziehen. Für WIM-Geschäftsführer Torsten Tollebeek ist der konzeptionelle Ansatz des Büros Zaeske überzeugend, „in sich schlüssig und nachvollziehbar“. Er habe das größte Potential für eine Weiterentwicklung.

          Lob gab es von der Jury für ein filigranes Gastronomiegebäude mit etwa 100 Innen- und Außensitzplätzen am nördlichen Waldrand. Dadurch eröffne sich eine neue Blickbeziehung auf die Stadt und zugleich eine sinnvolle „funktionale Nähe“ zum angrenzenden Klettergarten. Auch spreche für den Entwurf, dass die Planer den Baumbestand erhalten wollen und mit der Neuordnung die Grün- und Freiflächen betonen.

          „Dem Ziel, den vielen Besuchern des Nerobergs bei ihrem Aufenthalt in Zukunft etwas Besonderes bieten zu können, sind wir mit dem Ergebnis ein Stück näher gekommen“, meint Tollebeek. Nun soll der Entwurf konkretisiert und präzisiert werden, um einen möglichst breiten Konsens zu finden, wie sich der „Hausberg“ künftig präsentieren soll. Darüber dürften aber noch einige Jahre vergehen.

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