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Arbeiten von zu Hause : Warum viele Betriebe das Homeoffice für ausgereizt halten

Viel Betrieb: Trotz der Corona-Beschränkungen gehen viele Beschäftigte weiter ins Büro, wie auch ein Blick in ein Frankfurter Hochhaus am Mittwoch zeigt. Bild: Bloomberg

Während Schulen, Handel und Restaurants geschlossen sind, fahren viele Berufstätige weiter ins Büro. Nun fordern Politiker und Experten, mehr Homeoffice zuzulassen. Doch das ist mitunter schwierig.

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          Der beste Kumpel ist fassungslos. Seine Freunde hat er seit Wochen nicht gesehen, Weihnachten und Silvester hat er ohne die Eltern gefeiert, und die Kinder verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher als jemals zuvor, seit sie nicht mehr in die Schule gehen können. Alles, um die Familie vor einer Corona-Ansteckung zu schützen und die Infektionszahlen in Deutschland zu senken. Nur er selbst fährt weiter täglich mit der Bahn ins Büro einer Bank in Frankfurt, weil der Chef das erwartet – und trifft dort jede Menge Kollegen, die meisten ohne Maske. „Unverantwortlich“ findet er das.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Während das Privatleben in Deutschland derzeit von Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen reglementiert wird, pendeln weiter Arbeitnehmer in die Büros und Fabrikhallen. Dabei ist das Arbeiten zu Hause eine der effektivsten Methoden, um das Infektionsgeschehen einzudämmen, wie Forscher der Uni Mannheim in einer Studie im Dezember bewiesen haben. So könne sich die Infektionsrate schon bei einem Prozentpunkt mehr Arbeitnehmern, die daheim bleiben, um bis zu acht Prozent verringern.

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