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Attacke auf Bahnsteig : Angeklagte schweigen

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Schweigen vor Gericht: Die Angeklagten eines Auseinandersetzung am Bahnsteig verweigern die Aussage. Bild: dpa

Eine Frau musste an einem Bahnhof zusehen, wie ihr Mann mit einer Pistole bedroht, mit einem Messer gestochen sowie geschlagen und getreten wird. Beim Prozessauftakt erkennt sie die Männer wieder.

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          Zum Auftakt eines Prozesses um einen lebensgefährlichen Angriff auf einen Fahrgast an einem Bahnsteig in Neu-Anspach (Hochtaunuskreis) haben sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen geäußert. Dies werde eventuell im Laufe des Prozesses geschehen, sagten die Anwälte der drei Männer am Freitag bei der Verhandlung vor dem Landgericht Frankfurt.

          Ein 24 Jahre alter Syrer und ein 23-jähriger Afghane müssen sich unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten, einem 18-jährigen Deutschen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Ehefrau des mutmaßlichen Opfers, die bei der Tat im November 2019 am Bahnhof dabei war, erkannte die Männer wieder.

          „So wie man einen Fußball tritt“

          Der Syrer habe ihm eine Schreckschusspistole vor das Gesicht gehalten und gedroht, ihn zu erschießen, sagte die 24-jährige Neu-Anspacherin. Laut Anklage soll er dem Mann zudem mit einem Messer viermal in den Rücken gestochen haben. Der 18-Jährige soll diesen geschlagen, zu Boden gerissen und ihn dort festgehalten haben. Diese Situation soll der Afghane genutzt haben, um dem 25-Jährigen mit voller Wucht ins Gesicht zu treten. „So wie man einen Fußball tritt“, beschrieb es die Frau. Sie werde seit der Tat von Alpträumen geplagt.

          Der aus Afghanistan stammende Mann soll den Streit begonnen haben, weil er von dem Mann beim Aussteigen aus der Taunusbahn einen Handschlag gefordert und dieser sich geweigert habe. Das Opfer wurde nach der Attacke schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Prozess wird bis in den Oktober fortgesetzt.

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