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Spätes Medizinstudium : Mit 40 Jahren an die Uni, mit 50 Jahren Anästhesist

Mann für kritische Situationen: Jörg Halstenberg steuert jetzt Narkosen am Klinikum Darmstadt. Bild: Marcus Kaufhold

Jörg Halstenberg war Anästhesiepfleger und fühlte sich in diesem Beruf unterfordert. 2012 begann er an der Uni Frankfurt ein Medizinstudium. Sein Weg war hart – doch er hat ihn zum ersehnten Ziel geführt.

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          Als Triathlet hat Jörg Halstenberg auf Straßen und im Wasser alles gegeben, aber seine Strategie hätte ihn auch in Fels und Eis weit gebracht. Wie ein Bergsteiger auf schwerer Tour hat er sich Zwischenziele gesetzt, die er Schritt für Schritt anging. „Sonst wäre es ein zu hoher Berg gewesen.“ Sein Mount Everest stand nicht im Himalaya, er türmte sich virtuell vor ihm auf, am Schreibtisch, im Hörsaal, in der Klinik. 2012 hatte er an der Uni Frankfurt ein Medizinstudium begonnen – in einem Alter, in dem mancher Gutverdiener mit forderndem Job schon über ein Sabbatjahr nachdenkt. Dass er Arzt werden wollte, hat Halstenberg mit 40 Jahren entschieden.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zu dieser Zeit arbeitete er als Anästhesiepfleger im Darmstädter Alice-Hospital und fühlte sich fachlich unterfordert. Auf ein Studium hatte er zunächst verzichtet, um seine Sportlerkarriere voranzutreiben. Viermal nahm er an Ironman-Wettkämpfen teil, doch dann bremste eine Verletzung ihn aus. Halstenberg erwog das Für und Wider einer späten Medizinerlaufbahn, dann bewarb er sich, und die Bergfahrt begann.

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