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Amokfahrt von Witzenhausen : „Über psychisch kranke Täter sprechen“

Gedenken: Ein Mädchen steht an dem Ort der Kollision, wo Lichter aufgestellt und Blumen niedergelegt worden sind. Bild: dpa

Die mutmaßliche Amokfahrt von Witzenhausen, bei der ein Mann ein Mädchen tötete, erinnert an ähnliche Vorfälle. Doch wie können zukünftige Anschläge verhindert werden?

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          Nachdem ein Autofahrer in Witzenhausen vermutlich absichtlich in eine Gruppe von Grundschülern gefahren ist, werden Forderungen laut, Straftaten von psychisch kranken oder auffälligen Gewalttätern zu verhindern. Bei dem Vorfall in der nordhessischen Kleinstadt waren am Freitagmorgen drei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren lebensgefährlich verletzt worden. Eines von ihnen, eine Achtjährige, starb wenig später im Krankenhaus. Der Hergang erinnert an ähnliche Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit, bei denen Autofahrer vorsätzlich in Menschenansammlungen gefahren sind.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.
          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Bei dem Vorfall im Witzenhausener Stadtteil Gertenbach wurde zunächst angenommen, es handle sich um einen Unfall. Im Laufe des Wochenendes wurden die Zweifel daran aber immer stärker, unter anderem, weil es am Ort des Geschehens keine Bremsspuren gab. Am Montag teilten die Polizeidirektion Werra-Meißner und die Staatsanwaltschaft Kassel dann mit, dass gegen den 30 Jahre alten Fahrer wegen versuchten Heimtückemordes, vollendeter gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt werde. Der Mann sei noch am Samstag in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden, die Ermittlungsrichterin habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft die vorläufige Unterbringung angeordnet.

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