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Befragung zum Familienalltag : Elternsorgen in Corona-Zeiten

Umstellung: Der Alltag vieler Familien wurde angesichts der Corona-Pandemie auf den Kopf gestellt. Bild: dpa

Viele Eltern werden angesichts der neuen Situation in der Kinderbetreuung durch die Corona-Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt. Sie wünschen sich vor allem eines: Mehr Unterstützung durch die Politik.

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          Schuldgefühle, Enttäuschung, aber auch neue Perspektiven: Mehr als 25.000 Eltern haben an einer bundesweiten Befragung zum Familienalltag in Zeiten von Corona teilgenommen, in der es um Erfahrungen von Eltern und ihren Kindern unter 15 Jahren geht. An dem Forschungsverbund, der die Studie durchführt, ist auch das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Goethe-Uni in Frankfurt beteiligt.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Als kollektives Wahrnehmungsmuster hat die Studie demnach ergeben, dass die Befragten nicht den Eindruck haben, Familieninteressen würden aktuell ernst genommen. Zugleich teilen viele Eltern den Eindruck, dass die politisch Verantwortlichen von Familien, Partnerschaften und einzelnen Familienmitgliedern erwarten, im privaten Raum die gesellschaftlichen Herausforderungen „irgendwie“ in den Griff zu bekommen.

          Viele Eltern berichten zudem von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern und dem Arbeitgeber, weil sie alles gleichzeitig managen müssen. Die befragten Eltern versuchen ihren Kindern Rückzugsmöglichkeiten zu Hause zu ermöglichen, für sich selbst haben sie diese häufig nicht. „Doch es gibt auch Mütter und Väter, die durch ihre Erfahrungen eine neue Perspektive gewonnen haben und den Alltag vor der Pandemie zwischen Erwerbsarbeit, Schule, Freizeit, Fürsorge nun als äußerst aufreibend beschreiben“, so Johanna Wilmes aus dem Forschungsteam.

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