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Hessischer Landtag : AfD-Fraktion schließt früheren Landesvorsitzenden aus

  • Aktualisiert am

Ausgeschlossen: Rolf Kahnt, bisher Mitglied der hessischen AfD-Fraktion und früher Landesvorsitzender Bild: dpa

Die AfD-Fraktion im Hessischen Landtag schrumpft. Sie schließt Rolf Kahnt aus ihren Reihen aus, einen ehemaligen Landesvorsitzenden der Partei. Ein anderer Politiker bleibt dagegen in ihren Reihen.

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          Die AfD hat den Abgeordneten Rolf Kahnt aus der hessischen Landtagsfraktion ausgeschlossen. Das teilte ein Sprecher am Dienstag in Wiesbaden mit. Dem Alterspräsidenten des Parlaments war unkollegiales Verhalten vorgeworfen worden. Der Abgeordnete Rainer Rahn, für den ebenfalls ein Antrag auf Ausschluss vorlag, bleibe dagegen Mitglied der Fraktion. Die AfD-Fraktion im hessischen Landtag zählt nun noch 17 Abgeordnete.

          Zwischen den beiden Parlamentariern und der Fraktion schwelte schon länger ein Streit mit massiven gegenseitigen Anschuldigungen. Der frühere Spitzenkandidat Rahn hatte dem Fraktionsvorstand vorgeworfen, er und Alterspräsident Kahnt seien mit „Stasi-Methoden“ bespitzelt worden. Die AfD-Fraktion warf den beiden Abgeordneten dagegen unkollegiales Verhalten vor.

          Kahnt war früher einer der Landesvorstände der Partei. Zusammen mit Albrecht Glaser und Peter Münch war er im Mai 2015 gewählt worden. Zwei Jahre später schied er aus diesem Amt aus. Kahnt, der Betriebswirtschaftslehre studiert hat, war früher Lehrer und Unternehmer.

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