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Nach Gießener Fall Hänel : Ärztinnen wegen Werbung für Abtreibungen angeklagt

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Demonstration für eine Abschaffung der Abtreibungsparagraphen 218 und 219 Ende November in Gießen Bild: dpa

Erst im November ist die Gießener Ärztin Hänel wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilt worden. Nun sind zwei Arztinnen aus Nordhessen angeklagt worden.

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          Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat die Staatsanwaltschaft Kassel Anklage gegen zwei Frauenärztinnen erhoben. Die Medizinerinnen aus der nordhessischen Stadt sollen auf ihrer Internetseite Schwangerschaftsabbruch als medizinische Leistung angegeben haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Radiosender Hit Radio FFH über die Anklageerhebung berichtet.

          Der Fall erinnert an die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die Ende November wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden. Dies hatte eine Debatte darüber ausgelöst, ob der Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs geändert werden sollte. Das Gesetz verbietet unter anderem wegen eines Vermögensvorteils Dienste für einen Schwangerschaftsabbruch zu bewerben.

          Den beiden Ärztinnen aus Kassel sei die Einstellung des Verfahrens in Aussicht gestellt worden, wenn sie die umstrittene Passage von der Homepage ihrer Gemeinschaftspraxis entfernten, teilte die Staatsanwaltschaft Kassel weiter mit. „Dies wurde von beiden Beschuldigten abgelehnt.“ Nun müsse das Amtsgericht entscheiden, ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt.

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