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Ärztin über Corona-Forschung : „Die Welt ist autistischer geworden“

Forscht zum Thema Autismus: Christine Preißmann Bild: Rainer Wohlfahrt

Endlich kein Handschlag mehr! Der neue Corona-Alltag hat für viele Menschen mit Autismus auch positive Aspekte hervorgebracht. Christine Preißmann hat dazu geforscht.

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          Sie mag es nicht, zu telefonieren. Lieber schreibt sie Mails. Dabei kann sie ihre Gedanken sortieren, kann sich Zeit lassen, die richtige Formulierung zu finden. Telefonate bedeuten für sie Stress. Sie fürchtet ungewollte Pausen, die sie nicht zu überbrücken weiß. Also schreibt sie. Aber Mails verhindern den schnellen Austausch. Alles dauert länger, ist komplizierter. Das weiß sie.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Deswegen greift sie doch manchmal zum Telefonhörer. Den Inhalt der Gespräche klärt sie vorher schriftlich ab. Sicher ist sicher. Aber Christine Preißmann will über das Thema reden, das ihr Leben, ihren Alltag, ihre Arbeit bestimmt. Mails reichen da nicht aus. Sie hat das Asperger-Syndrom, eine Form von Autismus. Mit ihrer Diagnose geht sie offen um. Mehr noch: Sie hilft ihr beim Umgang mit vielen ihrer Patienten. Denn Preißmann, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie, gilt als eine der führenden Autismus-Expertinnen in Deutschland.

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