https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/adnan-shaikh-ist-neuer-buergermeister-von-eschborn-16443088.html

Amtsinhaber abgewählt : Adnan Shaikh neuer Bürgermeister von Eschborn

  • Aktualisiert am

Neuer Chef im Eschborner Rathaus: Adnan Shaikh von der CDU (rechts) wird vom Vorgänger und Konkurrenten Mathias Geiger (parteilos) beglückwünscht. Bild: Cornelia Sick

In Eschborn wurde ein neuer Rathauschef gewählt: Bürgermeister Adnan Shaikh von der CDU will sich unter anderem für Bildung, Familie und Wohnungsbau einsetzen. Wiedergewählt worden ist dagegen der Rathauschef von Dillenburg.

          1 Min.

          Adnan Shaikh von der CDU ist zum neuen Bürgermeister von Eschborn gewählt worden. 50,22 Prozent der Wähler stimmten nach vorläufigem Endergebnis für den 46-Jährigen, der eine große Gesamtschule leitet und sich unter anderem für bessere Bildungsangebote, Familienförderung sowie eine Stärkung von Vereinsleben und Wohnungsbau einsetzt. Der bisherige Amtsinhaber Mathias Geiger (parteilos) erhielt 45,67 Prozent, auf Fritz-Walter Hornung von den Linken entfielen rund 4 Prozent.

          Geiger hatte die Stichwahl vor sechs Jahren mit 61,1 Prozent gegen den damaligen Bürgermeister gewonnen, er galt als umstritten. Vor einigen Jahren war eine Spitzel-Affäre um den 61 Jahre alten Mann bekannt geworden, die vor knapp einem Jahr zu seiner Verurteilung wegen Verrats von Steuer- und Dienstgeheimnissen führte. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Geiger hatte noch als Stadtrat vertrauliche Akten abfotografiert und einem Rechtsanwalt gegeben. Die Informationen gelangten an die Öffentlichkeit und wurden genutzt, um den damals amtierenden Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) zu diffamieren. Ein Abwahlverfahren gegen den Rathauschef mit FDP-Parteibuch nach dem Urteil scheiterte.

          Bei den Bürgermeisterwahlen waren rund 15.600 Bürger zu den Urnen gebeten worden, die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Stadt bei 59,27 Prozent. In der etwa zehn Kilometer von Frankfurt entfernten Stadt mit rund 21.500 Einwohnern sitzen finanzkräftige Unternehmen wie die Deutsche Börse AG.

          Dillenburger Rathauschef wiedergewählt

          Der Bürgermeister von Dillenburg, Michael Lotz, bleibt im Amt. Der CDU-Politiker wurde am Sonntag bei der Direktwahl bestätigt. Der 52 Jahre alte Politiker setzte sich mit 60,28 Prozent gegen zwei Mitbewerber durch und blickt nun seiner vierten Amtszeit entgegen, wie die mittelhessische Stadt mitteilte.

          Auf die beiden parteilosen Bewerber, die sich mit Hilfe von Unterstützer-Unterschriften für die Wahl qualifiziert hatten, entfielen nicht genug Stimmen: Ronny Schmidt, ein 40 Jahre alter Studienrat, bekam 36,41 Prozent. Jan-Marcel Hoffmann, ein 35 Jahre alter Tätowierer, erhielt 3,31 Prozent.

          In der mehr als 23 600 Einwohner zählenden Stadt im Lahn-Dill-Kreis waren knapp 17 300 Bürger wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,72 Prozent. Im Stadtparlament hat die CDU die meisten Sitze (17), dahinter folgen die SPD (11), die Grünen (4), die FDP (3) und die Bürger für Dillenburg (BfD/2). (lhe.)

          Weitere Themen

          Eine Peinlichkeit zu viel

          FAZ Plus Artikel: Frankfurts OB unter Druck : Eine Peinlichkeit zu viel

          Eine schlüpfrige Durchsage im Fan-Flieger der Eintracht hat den Frankfurter Oberbürgermeister den letzten Rückhalt gekostet. Die jüngsten Vorfälle zeigen: Selbstreflexion scheint nicht Peter Feldmanns Stärke zu sein. Verkündet er gegen Mittag seinen Rücktritt?

          Topmeldungen

          Ein Mann liest die Zeitung im Zentrum von Moskau.

          Sanktionen gegen Russland : Langer Atem gegen Putin

          Es wird noch dauern, bis die Folgen der Sanktionen bei den Menschen in Russland ankommen. Doch die Anzeichen des Niedergangs sind längst da: Die Industrieproduktion bricht ein, die Zahl der Privatinsolvenzen steigt rasant.
          Mark Rutte in Davos

          Mark Rutte in Davos : „Europa braucht eine gemeinsame Außenpolitik“

          Der niederländische Premierminister plädiert für mehr Wirtschaftsreformen und eine Stärkung der Verteidigung. Und der slowakische Ministerpräsident warnt: „Wenn die Ukraine fällt, ist die Slowakei als nächste dran.“
          Die postkoloniale Bewegung wirft der Mediävistik einen romantisierten Blick auf das Mittelalter vor. Im Bild Karl Friedrich Schinkels „Mittelalterliche Stadt an einem Fluß“ von 1815

          Postkoloniale Bewegung : Wem gehört das Mittelalter?

          Postkolonialisten werfen der Mediävistik eine einseitig „weiße“ Perspektive auf das Mittelalter vor. Der Streit um eine abgelehnte Rezension gießt Öl ins Feuer der Debatte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Frankfurt Jobs
          Jobs in Frankfurt finden
          Immobilienmarkt
          Immobilien kaufen, mieten und anbieten
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis