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Helmut Schwan (hs.)

Corona-Politik : Kabinett Bouffier unter Zugzwang

  • -Aktualisiert am

Corona-Auflagen: Aus „3G“ könnte „2G“ werden. (Symbolbild) Bild: dpa

Der Gedanke, sich von der Fixierung auf die Inzidenz zu lösen, ist richtig. Die Hoffnung allerdings ist klein, dass vor dem erwarteten Herbst in der Corona-Politik die Wende geschafft wird.

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          Jens Spahn prescht gerne mal vor. Vor einiger Zeit hatte der Bundesgesundheitsminister schon einmal die „200“ als „neue 50“ ausgerufen. Anfang der Woche sprach er davon, letztere Marke aus dem Reigen der Inzidenzen ganz streichen zu wollen. Und überhaupt werde die Bundesregierung künftig stärker auf die Hospitalisierung, die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern, setzen.

          Der Gedanke ist richtig, sich von der Fixierung auf die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche zu lösen. Allerdings ist die Hoffnung klein, dass vor dem mit einiger Sorge erwarteten Herbst in der Corona-Politik die Wende geschafft wird. Vor der Bundestagswahl Ende September noch das Ruder so entschlossen herumzureißen, dass bundesweit ein klarer Kurs erkennbar wird, wäre nötig, ist allerdings kaum noch zu erwarten. Und was in den Wochen danach geschieht, vermag ohnehin niemand zu sagen.

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