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„Bienenfreundliches Hessen“ : 500 Hektar Blühflächen an Äckern zusätzlich

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Wildblumen am Ackerrand bieten besonders große Vielfalt. Bild: dpa

Auf den Feldern sprießt trotz der überschaubaren Niederschläge wieder allenthalben das landwirtschaftliche Grün. Darunter sind auch viele Bienenweiden. Mehr sogar als 2019, wie das Agrarministerium meldet.

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          Ob Gerste oder Winterweizen, Erbsen oder Roggen: Viele Äcker in Hessen und anderswo in Deutschland leuchten in hellem Grün. Obwohl es im April und Mai zu wenig geregnet hat, wachsen allenthalben die landwirtschaftlichen Rohstoffe für Teller und Tank. Der Raps hat die Blüte sogar schon hinter sich. Ganz anders sieht es mit den Bienenweiden aus. Sie werden sich bald wieder an den Rändern von Äckern zeigen. Und wie das Hessische Landwirtschaftsministerium meldet, dürfen sich fliegende Blütenfreunde und solche auf zwei Beinen sogar über mehr Blühflächen in der Landschaft freuen.

          Um 500 Hektar wächst der Anbau in diesem Jahr im Vergleich zu 2019, wie Ministerin Priska Hinz (Die Grünen) wissen lässt. Insgesamt 5000 Hektar Blühflächen für mehr Nahrung für Bienen und Insekten werden es demnach sein. Diese Gesamtfläche entspricht etwa 7000 Fußballplätzen, wie das Ministerium vorrechnet.

          Unersetzliche Insekten

          Wie es weiter heißt, werden 3400 Hektar Blühflächen im Rahmen des sogenannten Agrarumweltmaßnahmenprogramms Halm mit insgesamt 2,25 Millionen Euro gefördert. Es handelt sich dabei um ein- und mehrjährige Flächen. Je Hektar gibt es mithin gut 660 Euro für Saatgut. 1695 Landwirtinnen und Landwirte beteiligten sich 2020 an diesem Programm. Hinzu kämen vom Hessischen Bauernverband und dem Landesverband Hessischer Imker gemeinsam im Rahmen der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ angelegte Flächen.

          Den Grund für das Engagement nennt der Ministerium auch: Zwar steigt die Zahl der Honigbienen in Hessen: 2019 wurden 64.000 Völker über den Winter gebracht, 2008 waren es nur rund 48.000 gewesen. Dennoch: „Wildbienen sind aber in Gefahr.“ Laut der hessischen Roten Liste sind 43 Prozent der 424 Wildbienenarten in Hessen gefährdet oder bereits ausgestorben. „Insekten sind unersetzlich für unser Ökosystem, unsere Lebensmittelversorgung und unsere Lebensqualität“, mahnt Hinz.

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