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Umweltministerin kündigt an : 3000 Arbeitsplätze der Verwaltung in die Provinz

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Going up the country: Umweltministerin Priska Hinz will Verwaltungsmitarbeiter aufs Land schicken Bild: Marcus Kaufhold

Gegen den Sog der Großstädte zu Lasten des ländlichen Raums setzt das Land Hessen auf eigene Strukturpolitik. Zu diesem Zweck sollen Tausende Verwaltungsstellen in die Provinz.

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          Mit der Verlagerung von 3000 Arbeitsplätze der öffentlichen Verwaltung will Hessens schwarz-grüne Regierung den ländlichen Raum stärken. Das sagte Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) am Donnerstag in Wiesbaden. Mit einem Aktionsplan und einem Etat von rund 1,8 Milliarden Euro soll der ländliche Raum für Unternehmer und Bürger attraktiver werden. Insbesondere einer flächendeckenden Internetversorgung kommt nach Angaben der Ministerin eine entscheidende Rolle zu. Nur so sei das Land für Unternehmer und Gründer eine Alternative zur Stadt.

          Als weitere Eckpunkte des Plans nannte Hinz einen besseren öffentlichen Nahverkehrs, eine gute Gesundheitsversorgung und eine unbürokratische finanzielle Förderung für kleinere Unternehmen. Außerdem müssten die kommunalen Dienstleistungen trotz sinkender Bevölkerungszahlen weiter aufrecht gehalten werden. Eine Option könnten „mobile Bürgerämter“ sein, sagte sie. Der Aktionsplan soll bis Anfang kommenden Jahres konkret Gestalt annehmen.

          Seit diesem Jahr kümmert sich eine extra eingerichtete Stabstelle um die Koordinierung der einzelnen Vorhaben. Das Geld für das übergeordnete Programm „Land hat Zukunft - Heimat Hessen“ stammt gebündelt aus allen Ressorts der Landesregierung. Der Betrag von 1,8 Milliarden Euro steht noch nicht fest und kann durch den Haushalt 2020 noch verändert werden.

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