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„Querdenker“ in Wiesbaden : 300 Gegendemonstranten bei Mahnwache

Die Polizei hat alles im Blick: Sogenannte Querdenker in Wiesbaden. Bild: Maximilian von Lachner

Nach einer Stunde war die Kundgebung gegen die Corona-Politik in Wiesbaden vorbei. Letztlich demonstrierten wohl gut 1200 sogenannte Querdenker. Die Stadt hatte nur jeweils 1000 Demonstranten zugelassen.

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          Gegner der Corona-Politik von Bund und Land sowie Gegendemonstranten haben sich am Samstag zu einer Kundgebung in Wiesbaden versammelt. Zum Beginn am frühen Nachmittag kamen nach Polizeiangaben 1200 Kritiker der Corona-Politik in der Reisingeranlage in der Nähe des Hauptbahnhofs zusammen. Ursprünglich war außerdem ein Demonstrationszug zum Landtag vorgesehen. Diesen verbot die Stadt als Versammlungsbehörde und genehmigte lediglich die stationäre Kundgebung in der Grünanlage. Als der Veranstalter  nach gut einer Stunde von der Stadt auf Vergehen gegen die Masken- und Abstandsregeln aufmerksam gemacht wurden, brachen sie die Kundgebung nach gut einer Stunde ab, einige Teilnehmer zogen anschließend über den Kaiser-Friedrich-Ring durch die Stadt, was die Polizei zu untersagen versuchte. Sie stoppte den Zug mit etwa 200 Menschen und nahm teilweise Personalien auf wegen Verstößen. Als Auflage für die Kundgebung hatte die Stadt eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern festgelegt. Die Polizei ließ diese Grenze offenbar mit Augenmaß leicht überschreiten. Insgesamt blieb die Lage ruhig.

          Jan Schiefenhövel
          (höv.), Freier Autor

          Gegendemonstranten haben sich in der Nähe zusammengefunden. Auch für die Gegendemostationen galt die Auflage, dass nicht mehr als 1000 Personen teilnehmen durften, so dass insgesamt nicht mehr als 2000 Menschen im Stadtgebiet demonstrieren konnten. Die Polizei wollte weitere Teilnehmer bereits bei der Anreise an der Stadtgrenze oder an Autobahnabfahrten abweisen, wie sie angekündigt hatte. Die Stadt Wiesbaden hatte deshalb am Freitag angekündigt, dass es zu Verkehrsbehinderungen rund um die Stadt kommen könnte.

          300 Gegendemonstranten bei Mahnwache

          Am Zugang zur Reisingeranlage kontrollierten Beamte, ob die Teilnehmer die vorgeschrieben Maske über Mund und Nase trugen. Die Polizei zeigte Präsenz, auch mit berittenen Beamten, Hundeführern und Beweissicherungseinheiten mit Videokamera. Etwas abseits des Demonstrationsorts standen zwei Wasserwerfer bereit.

          Auf dem Bahnhofsvorplatz kamen am frühen Nachmittag rund 300 Menschen zu einer Mahnwache gegen die sogenannten Querdenker zusammen. Dazu aufgerufen hatte das Wiesbadener Bündnis für Demokratie. Der Sprecher des Bündnisses, Sascha Schmidt, warf den Demonstranten auf der Reisingeranlage vor, sie leugneten die Pandemie und die Todesfälle durch die Krankheit, sprächen von Diktatur und gleichgeschalteter Presse und beriefen sich dabei auf antisemitische Verschwörungstheorien.

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