https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/2019-weitere-faelle-corona-lage-nicht-nur-im-hotspot-odenwald-ernst-17111540.html

2019 weitere Corona-Fälle : Corona-Lage nicht nur im Hotspot Odenwald ernst

  • Aktualisiert am

Ab in den Rachen: Im Corona-Testzentrum am Frankfurter Flughafen lassen sich nicht nur Reiserückkehrer testen. Bild: Lucas Bäuml

Nachdem am Samstag die Corona-Neuinfektionen in Hessen einen Höchststand erreicht hatten, bleiben die Zahlen weiterhin hoch. Das RKI veröffentlicht für Sonntag 2019 positive Fälle. Weiterhin bewegt sich nicht nur der Odenwaldkreis auf der schwarzen Warnstufe.

          2 Min.

          Nach dem Höchststand am Samstag mit mehr als 3000 neuen Fällen bleiben die Corona-Zahlen in Hessen auch weiter beunruhigend. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 36 Tote im Zusammenhang mit der Pandemie. Infiziert mit dem Virus haben sich in Hessen weitere 2019 Menschen, das sind knapp 600 Neuinfektionen mehr als vor einer Woche.

          Seit Beginn der Pandemie hat das RKI 120.716 Fälle und 2121 Corona-Tote in Hessen gemeldet. Bis Anfang Oktober waren nur gut 19.000 Fälle und 551 Tote bekannt. Die meisten neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner weist der Odenwaldkreis mit einer Inzidenz, also die Zahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, von 368 auf. Das Coronavirus grassiert weiter vor allem in ländlichen Regionen.

          Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen erlässt der Kreis Bergstraße von diesem Montag (21.12.) an eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für die Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr. Die Regelung gelte vorerst bis zum 18. Januar 2021, teilte die Verwaltung am Sonntag mit. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum sei nur bei „gewichtigen Gründen“ erlaubt - etwa Beruf. Abweichend beginne die Beschränkung am 24. Dezember um Mitternacht und am 25. und 26. Dezember um 22.00 Uhr. „Um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern, sollten diese Regeln unbedingt eingehalten werden“, sagte Landrat Christian Engelhardt (CDU) einer Mitteilung zufolge.

          Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden.

          Das hessische Sozialministerium veröffentlicht täglich eine Übersicht der Corona-Entwicklung, aufgeschlüsselt nach Kreisen und kreisfreien Städten. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des RKI. In den ersten Wochen der Pandemie berücksichtigte es auch Daten des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Gießen, dem die Gesundheitsämter die jeweils neuen Fälle melden müssen. Um Einheitlichkeit herzustellen, nimmt das Ministerium nun nur noch die RKI-Angaben.

          Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden in Hessen 431 Corona-Patienten in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt. Das entsprach rund 25 Prozent aller belegten Intensivbetten. Mehr als die Hälfte der Covid-19-Patienten wurden beatmet.

          Aus Frankfurter Sicht ist grundsätzlich wichtig: Die am Flughafen genommenen positiven Tests werden nicht der Stadt zugeordnet. Vielmehr schlagen sie sich nach Angaben des Sozialministeriums in der Statistik des Gesundheitsamts nieder, das etwa für den jeweiligen Reiserückkehrer zuständig ist. Das kann auch das Frankfurter Amt sein oder ein anderes in Hessen, aber eben auch eine Behörde in einem anderen Bundesland.

          Weitere Themen

          Zapfhahn zu

          Heute in Rhein-Main : Zapfhahn zu

          Radeberger schließt den Frankfurter Standort. Justizminister Poseck spendiert der Justiz eine Menge neue Stellen. Und Tarek Al-Wazir spürt trotz der Ablehnung des Volksbegehrens neuen Rückenwind für die Verkehrswende. Die F.A.Z.-Hauptwache

          Topmeldungen

          Sein Ruhm strahlt weniger ab: Wirtschaftsminister Habeck am Dienstag in Berlin

          AKW-Streckbetrieb : Was ist nun bei den Grünen los?

          Zwei Atomkraftwerke im Süden werden wohl bis zum April 2023 laufen. Für die grünen Wahlkämpfer im Norden kann das eine Chance sein – abgeräumt ist das Thema noch nicht.
          Russische Rekruten steigen in Krasnodar in einen Bus.

          Russische Rekruten : Mit eigenem Schlafsack in den Krieg

          Während Präsident Putin an diesem Freitag Russlands neueste Anschlüsse feiert, trübt vor allem der Unmut über die Mobilmachung die Stimmung.
          Demonstration in Magdeburg

          Proteste gegen Energiepreise : Ostdeutscher Unmut

          Vor allem in Ostdeutschland wächst der Zorn über steigende Energiepreise und den Kurs der Regierung im Ukrainekrieg. Von dieser Stimmung profitiert wieder einmal eine bestimmte Partei.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.