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1722 Neuinfektionen : Zentraler Corona-Kennwert in Offenbach über 300

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Schutz vor Ansteckung durch Mund-Nase-Bedeckung: Zuletzt lagen hessenweit 275 Corona-Patienten auf Intensivstationen Bild: dpa

Binnen eines Tages sind in Hessen laut Robert-Koch-Institut 1722 gemeldete Corona-Neuinfektionen dazugekommen. In Offenbach liegt die zentrale Kennziffer mittlerweile über der Marke von 300. Örtlich lag sie zuletzt noch weit höher.

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          Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist abermals deutlich gestiegen. Binnen eines Tages kamen 1722 neue gemeldete Fälle hinzu, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Mittwoch hervorgeht (Stand: 00.00 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 57.466. Insgesamt 809 Todesfälle werden mittlerweile mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das waren 23 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Am 1. Oktober waren gut 19.000 Infektionen und 551 Corona-Opfer sein März bekannt. Diese Zahlen zeigen die Dynamik der Pandemie in den vergangenen Wochen.

          Die Sieben-Tage-Inzidenz, das sind die binnen Wochenfrist bestätigten neuen Fälle unter 100.000 Einwohner, liegt in Offenbach nun laut RKI bei bei 311 und in Frankfurt bei fast 279. Wiesbaden kommt auf gut 194. Örtlich verzeichnen die Behörden eine noch höhere Inzidenz. So weist der Landkreis Gießen der Kommune Pohlheim einen Wert von 331 zu, in der vergangenen Woche lag er jenseits von 600. In der Stadt Gießen ist die Kennziffer binnen weniger Tage von gut 300 auf 194 gerutscht. Für Hessen nennt das RKI eine Inzidenz von 174. Ganz Hessen rangiert über der als kritisch geltenden Marke von 50 nach dem Eskalationskonzept des Landes (siehe Grafik).

          Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums.

          Nach den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin von Dienstag lagen hessenweit 275 Corona-Patienten auf Intensivstationen (Stand 12.15 Uhr). Das entsprach 16 Prozent aller belegten Intensivbetten. Insgesamt sind rund 80 Prozent der Intensivbetten in Hessen mittlerweile belegt. 144 der Covid-19-Patienten wurden beatmet.

          Das hessische Sozialministerium veröffentlicht täglich eine Übersicht der Corona-Entwicklung, aufgeschlüsselt nach Kreisen und kreisfreien Städten. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des RKI. In den ersten Wochen der Pandemie berücksichtigte es auch Daten des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Gießen, dem die Gesundheitsämter die jeweils neuen Fälle melden müssen. Um Einheitlichkeit herzustellen, nimmt das Ministerium nun nur noch die RKI-Angaben.

          Aus Frankfurter Sicht ist grundsätzlich wichtig: Die am Flughafen genommenen positiven Tests werden nicht der Stadt zugeordnet. Vielmehr schlagen sie sich nach Angaben des Sozialministeriums in der Statistik des Gesundheitsamts nieder, das für den jeweiligen Reiserückkehrer zuständig ist. Das kann das Frankfurter Amt sein oder ein anderes in Hessen, aber eben auch eine Behörde in einem anderen Bundesland.

          In Deutschland sind mehr als 18.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 18.487 neue Ansteckungsfälle erfasst.

          Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 705.687 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.767 – dies waren 261 mehr als am Vortag. So viele Tote gab es im Zusammenhang mit dem Virus zuletzt im April. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

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