https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/1250-jahre-eschborn-vom-milchhandel-zum-buerostandort-17472351.html

1250 Jahre Eschborn : Vom Milchhandel zum Bürostandort

  • -Aktualisiert am

Geschichte mit Moderne verbinden: Die Ausstellung im Eschborn-Museum. Bild: Lakuntza, Nerea

In den Sechzigerjahren wurde aus dem Bauerndorf Eschborn nahe Frankfurt eine Boomtown. Das war in einer der heute reichsten Kommunen Deutschlands nicht immer so. 1250 Jahre Ortsgeschichte ziehen in der wegen Corona verschobenen Jubiläumsausstellung vorbei.

          2 Min.

          Von den 1200 Menschen, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in 192 Häusern lebten, gibt es wenig Interessantes zu berichten. Die Frankfurter und die Nachbarn in den Taunusstädten erlebten die Einwohner der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde vor allem als Lieferanten von frischer Milch für den Frühstückstisch. 22 Milchhändler zählte Eschborn im Jahr 1904. Junge Frauen, in Pferdekarren angereist, zogen mit großen Milchkannen von Haus zu Haus. 2400 Liter täglich wurden verkauft, eine zentrale Milchsammelstelle organisierte die Verteilung. Wie aus diesem armen Dorf im Main-Taunus-Kreis einer von Deutschlands Topbürostandorten wurde, erzählt eine im vergangenen Jahr pünktlich zur Erinnerung an die erste Erwähnung vor 1250 Jahren konzipierte Ausstellung, die wegen der Pandemie auf 2021 verschoben werden musste.

          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Fotos, Dokumente und Texte informieren über die archäologischen Anfänge in der Eschborner Gemarkung, das Mittelalter, die Ritter von Eschborn samt ihrer Burg und die jüngere Vergangenheit.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Soli-Aktion für Olena Selenska : Sitzen wie eine First Lady

          Das „Vogue“-Cover mit Olena Selenska würde die Kriegszerstörungen als Glamour-Kulisse missbrauchen, hieß es. Jetzt antworten Ukrainerinnen mit der Fotoaktion #sitlikeagirl auf die Vorwürfe – kraftvoll und heimtückisch.
          Sinnblind den Faden verloren: Stephanie Müther (links, 2. Norn) und Kelly God (3. Norn) am Beginn der „Götterdämmerung“.

          Bayreuther Festspiele : Ein Stinkefinger fürs um Deutung bemühte Publikum

          Abschied von der Lesbarkeit der Welt: Nach der „Götterdämmerung“ entlädt sich in Bayreuth der geballte Hass des Publikums auf Valentin Schwarz, den Regisseur des neuen „Rings“. Doch dieses Fiasko erzählt viel über unsere Situation.
          Autoproduktion in China: Noch sind westliche Marken hier tonangebend.

          Unternehmen in China : Kofferpacken für den Ernstfall

          Die wirtschaftliche Verflechtung mit China ist eng, ein Kurswechsel wegen geopolitischer Komplikationen für Unternehmen undenkbar – eigentlich. Intern läuft die Szenarioanalyse in den Konzernzentralen längst auf Hochtouren.