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120 neue Arbeitsplätze : Raumfahrtzentrum in Darmstadt wird ausgebaut

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Das Kontrollzentrum der europäischen Weltraumorganisation Esa, das Esoc in Darmstadt, wird in den nächsten Jahren für rund 60 Millionen Euro ausgebaut Bild: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes

Die europäische Weltraumorganisation Esa wertet die Rolle von Darmstadt auf. Das dortige Kontrollzentrum Esoc soll für 60 Millionen Euro ausgebaut werden. Schon in einer ersten Ausbauphase könnten bis zu 120 Arbeitsplätze hinzukommen.

          Deutschland wird innerhalb der europäischen Raumfahrt künftig eine größere Rolle spielen. Das Kontrollzentrum der europäischen Weltraumorganisation Esa, das Esoc in Darmstadt, wird in den nächsten Jahren für rund 60 Millionen Euro ausgebaut.

          „Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt dies mit insgesamt 9,5 Millionen Euro“, sagte der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter Hintze (CDU), in Darmstadt. Dort wurden die Pläne vorgestellt. Im Esoc arbeiten aktuell rund 800 Menschen. Schon in einer ersten Ausbauphase könnten bis zu 120 Arbeitsplätze hinzukommen.

          „Europäisches Houston“

          Das Esoc ist das Kontrollzentrum der europäischen Raumfahrtorganisation ESA und damit „Europas Tor zum Weltraum“. Das European Space Operations Centre - auch als „europäisches Houston“ bezeichnet - ist seit 1967 für den Betrieb sämtlicher Esa-Satelliten verantwortlich. Bisher wurden mehr als 60 solcher Flugkörper betreut. Im Esoc arbeiten rund 250 Festangestellte sowie etwa 550 Mitarbeiter von Vertragsfirmen. Hier befindet sich auch die Steuerungszentrale für das Netz der weltweiten Bodenstationen, Estrack.

          Sobald ein Satellit sich von der Trägerrakete trennt, übernehmen die Fachleute in Darmstadt. Sie sind verantwortlich für die Bestimmung, Vorhersage und Steuerung der Flugbahn eines Satelliten. Sie sorgen dafür, dass er im Weltraum so fliegt wie geplant.

          Die Spezialisten können mit Hilfe hochentwickelter Technik gleichzeitig über 15 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der frühen Startphase kontrollieren. Auch Rettungsaktionen sind möglich.

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