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Hessens 100-Tage-Bilanz : Immer noch am Start

Schwarz-grüne Regierung in Hessen: Welche Bilanz kann nach den ersten 100 Tagen dieser Legislaturperiode gezogen werden? Bild: dpa

Seit 100 Tagen ist in Hessen die zweite schwarz-grüne Landesregierung im Amt. Viel bewegt haben ihre Minister bisher nicht. Welchen Strategien folgen die Politiker?

          3 Min.

          „Ich bin eine Frau, die sich nicht gerne aufhalten lässt“, verkündete die neue hessische Digitalministerin Kristina Sinemus kurz nach ihrem Amtsantritt. Bisher bot die Fünfundfünfzigjährige allerdings keinen Anlass, sich ihr in den Weg zu stellen: Sie ist noch gar nicht richtig gestartet. Dabei heimste die parteilose Unternehmerin und Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Darmstadt sogar ein Lob des SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel ein, als Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vor 100 Tagen sein Kabinett zur Fortsetzung der schwarz-grünen Bündnisses präsentierte.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Den „Sprung von der analogen in die digitale Welt“ soll das Land mit Sinemus schaffen. So hat es der Regierungschef vorgegeben. Der Auftrag, dafür eine „Strategie“ zu entwickeln, ist sogar Bestandteil der Ressortbezeichnung. Doch bis jetzt hat die Ministerin, die eine Agentur für Kommunikation geleitet hat, nicht einmal ansatzweise verraten, wohin die Reise mit ihr gehen könnte. Dass sie auf der Regierungsbank ihr Smartphone keine Sekunde aus den Augen lässt, mag zu ihrem Aufgabengebiet passen. Aber nicht nur die Parlamentarier der Opposition warten auf die Rede, in der sie dem Plenum ihre Vorstellungen darlegt.

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