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Rechtsextreme Gewalt : Leben mit Angst und Wut

  • -Aktualisiert am

Die rechte Gewalt wird brutaler. Neben Morddrohungen, Anrufen und Anfeindungen kommt es immer häufiger zu Körperverletzungen. Bild: To Kuehne

Morddrohungen, Anrufe, Attacken: Das haben Opfer rechtsextremer Gewalt erfahren. Nach den Gewalttaten in Kassel und Wächtersbach werden ihre Stimmen lauter.

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          Was Deniz Karayilan in Biebesheim am Rhein in der Nacht zum 27. April seinen Worten nach widerfahren ist, mögen manche einen Einzelfall nennen. Was Charlotte Schneider in Nordhessen geschah, ebenso. Und auch die Geschichte von Andreas Goerke aus Fulda. Alle drei berichten, von Rechtsextremen terrorisiert worden zu sein.

          Für Roman Jeltsch sind das keine Einzelfälle, sondern Belege für einen Trend. „Unsere Beratungszahlen haben sich seit 2016 jedes Jahr verdoppelt“, sagt der stellvertretende Leiter von „Response“, einer Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. 2016 hätten sich 21 Personen an die Beratungsstelle gewandt, sagt er. 2017 seien es 41 und ein Jahr später 102 gewesen. Und in diesem Jahr nach sechs Monaten schon 72. Der Fall von Deniz Karayilan hat die Nummer 61.

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