https://www.faz.net/-gzg-9ofxy

50 Personen gestoppt : Steinwürfe nach Schließung von überfülltem Badesee

  • Aktualisiert am

Eigentlich idyllisch: Raunheimer Badesee Bild: Wonge Bergmann

Am heißesten Tag des Jahres am Eingang eines Badesees abgewiesen zu werden, ist kein Spaß. Unweit von Frankfurt ist der Unmut aber gerade weit über das Ziel hinaus geschossen. So weit, dass die Polizei anrücken musste.

          1 Min.

          Bei brütender Hitze ist es am Einlass des überfüllten Waldsees in Raunheim im Kreis Groß-Gerau zu Ausschreitungen wütender Badegäste gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Besucherandrang an dem beliebten Badesee derart groß, dass der Einlass am Nachmittag vorläufig geschlossen werden musste. Daraufhin hätten rund 200 Personen gewaltsam versucht, auf das Gelände zu gelangen.

          Die wartenden Personen warfen nach Polizeiangaben teilweise Steine in Richtung des Eingangs und beschimpften die Sicherheitskräfte des Waldsees. Die Polizei sicherte daraufhin den Eingangsbereich ab und sperrte die Zufahrt. Außerdem wurden rund 50 Personen gestoppt, die versuchten über den Hintereingang zum Waldsee zu gelangen.

          Insgesamt erteilte die Polizei mehr als 30 Platzverweise. Gegen drei Personen wurden Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Mögliche Sachbeschädigungen werden noch überprüft. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden keine Personen verletzt.

          Gute Wasserqualität: Hessens Badeseen laden zur Abkühlung ein

          Bei der derzeitigen Gluthitze steht einem Sprung ins kühle Nass der hessischen Badeseen nichts im Weg. Die Wasserqualität der 61 Binnenseen sei durchweg gut, sagte Thomas Ott vom hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie am Mittwoch in Wiesbaden. Das hätten die ersten Wasserproben zum Start der Badesaison ergeben, die zwischen April und Juni genommen wurden. Damit bestätigen sich auch Ergebnisse des kürzlich vorgelegten EU-Berichts zur Gewässerqualität 2018. Demnach haben rund 90 Prozent aller EU-Badestellen in Hessen eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität.

          Aktuell gilt lediglich am Schultheis-Weiher in Offenbach ein Badeverbot, da Blaualgen im Wasser festgestellt wurden. Dies sei bislang aber der einzige Fall in Hessen, sagte Ott. Blaualgen vermehren sich besonders bei hohen Temperaturen und der Anreicherung des Wassers mit Pflanzennährstoffen wie Phosphor und Stickstoff. Das Wasser verfärbt sich dann trüb und grünlich. Wer in diesem Wasser schwimmt, muss gesundheitliche Risiken auf sich nehmen. Die Haut wird gereizt, auch Übelkeit oder Erbrechen sind mögliche Folgen.

          „Wenn man in natürlichen Gewässern baden möchte, dann am besten in einem EU-Badegewässer“, rät der Experte. Vor und während der Badesaison nehmen die Gesundheitsämter nach EU-Vorgaben Proben. Badegäste können sich im Internet über die Messergebnisse informieren. Vom Baden in Flüssen rät der Experte ab, da dort Kläranlagen noch minimal Verunreinigungen einleiten würden. (lhe.)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Angriff in Iran : Attentat nach dem Kalender

          Bis Biden kommt, will Israel die Fähigkeiten Irans soweit es geht schwächen – und die angekündigten Verhandlungen über ein wiederaufgelegtes Atomabkommen verderben.
          Kritisierte Meuthens Rede als „spalterisch“: der Vorsitzende der Bundestagsfraktion und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland

          AfD-Parteitag : Gauland schlägt zurück

          Für seine Kampfansage an die Radikalen muss der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik einstecken. Fraktionschef Alexander Gauland rügt Meuthens Rede als „Verbeugung vor dem Verfassungsschutz“ – dabei müsse die AfD gegen diesen „kämpfen“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.