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Rapper Haftbefehl : „Offenbach ist eine schlimme Stadt“

  • Aktualisiert am

Frankfurt sei zu teuer, deswegen habe es „die ganzen Asozialen“ nach Offenbach geschwemmt, meint der Rapper Aykut Anhan alias Haftbefehl. Bild: dpa

Der mutmaßliche Täter, der die Studentin Tugce in Offenbach niederschlug, soll ein Fan von Haftbefehl sein. Nach der Tat ist der Rapper über seine Musik und Texte „ins Grübeln gekommen.“

          Nach dem gewaltsamen Tod von Tugce in Offenbach hat der Rapper Aykut Anhan (Haftbefehl) seinem Geburtsort kein gutes Zeugnis ausgestellt. „Offenbach ist eine schlimme Stadt. Am Wochenende herrscht dort abends eine aggressive Atmosphäre“, sagte der 28 Jahre alte Musiker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Alkohol und Drogen seien in Diskotheken und Clubs immer mit im Spiel.

          Haftbefehl, Sohn eines Kurden und einer Türkin, kennt einen Cousin Tugces aus Offenbach. Der  mutmaßliche Täter, der die türkischstämmige Studentin Tugce am 15. November vor einem Schnellrestaurant in Offenbach niederschlug, soll ein Fan von Haftbefehl sein.

          „Vermittle keine Ideologie“

          Offenbach sei so schlimm geworden, weil das angrenzende Frankfurt zu teuer geworden sei. Dann habe es „die ganzen Asozialen nach Offenbach geschwemmt. Drogendealer, Kriminelle, Junkies“. Haftbefehl, der selbst früher Drogendealer war, lebt inzwischen mit seiner Mutter bei Darmstadt.

          Er sei nach der Tat über seine Musik und die Texte „ins Grübeln gekommen“, räumte Haftbefehl ein. Er vermittle jedoch keine Ideologie. „Ich berichte doch nur Sachen, die ich sehe. Wie ein Reporter“, sagte der hessische Rapper. In seinem neuen Album „Russisch Roulette“ beschreibt Haftbefehl den Kosmos aus Drogen- und Rotlichtmilieu.

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