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Ramadan : Fasten-Wettstreit unter Schülern

Ramadan: Immer mehr jüngere Kinder fasten und klagen in der Schule über Konzentrationsstörungen. Bild: dpa

Immer mehr Kinder halten sich an das Fastengebot während des Ramadans, obwohl es erst ab der Pubertät gilt. Ein Grund ist die erkennbar strengere Auslegung des Korans.

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          Der islamische Fastenmonat beeinträchtigt immer öfter das Schulleben. Dort, wo es wie im Rhein-Main-Gebiet einen hohen Anteil muslimischer Kinder gebe, „ist das schon ein Thema“, sagt Stefan Wesselmann. Der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) berichtet von Jugendlichen, die sich im Unterricht nicht konzentrieren könnten oder bei Sportveranstaltungen kollabierten. Dass teils schon Grundschüler auf Essen und Trinken verzichteten, könne gravierende Folgen für die Lernfähigkeit und unter Umständen für die Gesundheit haben. „Aber auch Kinder, die selbst nicht fasten, schlafen im Unterricht ein, weil in den Familien die Nacht zum Tag gemacht wird.“

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Ramadan beginnt an diesem Mittwoch, dauert vier Wochen und endet am 14. Juni mit dem dreitägigen Zuckerfest. Während des Fastenmonats dürfen Muslime tagsüber weder essen noch trinken. Wenn die Sonne kurz nach 21 Uhr untergegangen ist, wird in den Familien oft ausgiebig gegessen. Viele stehen zudem vor der Dämmerung auf, um noch etwas zu sich zu nehmen.

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