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Prozessbeginn nach Volkmarsen : Die Stimmen der Verletzten

Ein Licht in der Dunkelheit: Einen Tag nach der Tat kamen die Menschen in Volkmarsen zusammen, um sich zu trösten und an die Verletzten zu denken. Bild: Reuters

Am Landgericht Kassel beginnt der Prozess gegen Maurice P., der am Rosenmontag mit seinem Auto in den Karnevalsumzug in Volkmarsen fuhr. Auch die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt rätselt über das Motiv.

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          Das Landgericht Kassel hat getan, was es kann. Wenn um neun Uhr die abschließende Aufarbeitung einer Tat beginnt, die kurz nach dem Attentat von Hanau im Februar 2020 ganz Deutschland in Schrecken versetzte, dann soll niemand zu kurz kommen. Das Gericht hat eigens eine Messehalle angemietet, damit so viele Menschen wie möglich die Verhandlung verfolgen können. Mehrere hundert Personen finden dort Platz, selbst dann noch, wenn sie die vorgeschriebenen Abstände zueinander einhalten. Mit dieser Organisation trägt das Gericht nicht nur dem Interesse der Presse Rechnung, die in manch anderem Großprozess von solchen Verhältnissen nur träumen kann. An erster Stelle ist die Verlagerung des Prozesses aus dem Gerichtsgebäude heraus ein Signal an die Betroffenen dieser immer noch unbegreifbaren Tat.

          Anna-Sophia Lang
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mehr als 150 Menschen sind von den Strafverfolgern als „Geschädigte“ identifiziert worden, sind also verletzt worden, traumatisiert, erheblich psychisch beeinträchtigt. Ein paar wenige haben sich der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt als Nebenkläger angeschlossen und sind anwaltlich vertreten. Doch die Chance, die Verhandlung zu sehen, sollen alle haben.

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