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Prozess gegen Verlobten : Jugendliche stirbt an „Ecstasy“-Überdosis

  • Aktualisiert am

Überdosis: 250 Milligramm „Ecstasy“ haben zum Tod einer jungen Frau geführt (Symbolbild). Bild: dpa

Eine Jugendliche ist nach einer Überdosis „Ecstasy“ gestorben. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Frankfurt schwere Vorwürfe gegen den Verlobten der jungen Frau.

          Nach dem Tod einer 17 Jahre alten Jugendlichen durch eine Überdosis „Ecstasy“ hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen den Verlobten der jungen Frau erhoben. Dem heute 23 Jahre alten Mann aus Hattersheim werde „leichtfertige Verursachung des Todes durch Überlassung von Rauschgift“ vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

          Die Drogenerfahrung des Paares, das im Juni 2017 bei einem Dealer ein halbes Gramm „Ecstasy“ gekauft hatte, war offenbar begrenzt. Sie suchten im Internet nach Informationen zum Konsum der Droge - und machten einen folgenschweren Rechenfehler. Das Paar ging nämlich davon aus, dass 0,5 Gramm umgerechnet 50 Milligramm entsprächen. Tatsächlich sind es 500 Milligramm.

          Nachdem sie jeweils 250 Milligramm und damit das Mehrfache der im Internet angegebenen Menge eingenommen hatten, wurde der Jugendlichen plötzlich schlecht. Statt einen Arzt zu alarmieren, ließ ihr Verlobter die junge Frau im Bett liegen und schlief selbst ein. Als er am nächsten Morgen erwachte, war sie tot.

          Der umfassend geständige Mann ist nach Angaben Niesens derzeit auf freiem Fuß. Termine für die Verhandlung vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt stehen noch nicht fest.

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