https://www.faz.net/-gzg-9u0ik

Mord nach Trennung : Frau mit 18 Messerstichen getötet

  • Aktualisiert am

Frau mit 18 Messerstichen getötet: Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen während des Verfahrens. Bild: dpa

Nach einer Aussprache endete die letzte Begegnung eines getrennten Paares tödlich. Mit 18 Messerstichen soll ein Mann seine frühere Freundin getötet haben. Nun steht er wegen Mordes vor Gericht.

          1 Min.

          Das blutige Ende einer Liebesbeziehung steht seit Dienstag im Mittelpunkt eines Mordprozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist ein 35 Jahre alter Mann, der seine Ex-Freundin im Februar mit 18 Messerstichen getötet haben soll. Die 32 Jahre alte Ärztin wurde vor ihrer Haustür im Frankfurter Stadtteil Bockenheim niedergestochen. Zuvor soll es eine Aussprache über die von der Frau beendete Beziehung gegeben haben. AZ 3590 Js 207706/19

          Der mutmaßliche Täter wollte sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen äußern. Laut Anklageschrift soll es bereits im Dezember zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen sein, bei dem die ehemalige Lebensgefährtin verprügelt wurde. Am 17. Februar soll der Angeklagte mehrere Stunden vor der Wohnung der Ärztin gewartet haben und nach dem aus seiner Sicht erfolglosen Gespräch ein großes Küchenmesser gezückt haben. Die Frau erlitt tödliche Stiche im Kopf- und Halsbereich.

          Nachbar wollte Bluttat verhindern

          Ein Nachbar hatte zuvor noch versucht, einzugreifen, konnte die Bluttat jedoch nicht verhindern. Kurze Zeit später wurde der Angeklagte in seiner Wohnung in Pfungstadt festgenommen. Bei der Polizei legte er laut Staatsanwaltschaft ein Geständnis ab.

          Die Anklage geht von Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus. Drogen oder Alkohol sollen keine Rolle bei der Tat gespielt haben. Ursprünglich sollte der Prozess bereits nach drei Verhandlungstagen Mitte Dezember abgeschlossen werden. Da der Angeklagte vor Gericht am ersten Verhandlungstag jedoch zu den Vorwürfen der Anklage schwieg, hat die Schwurgerichtskammer bereits weitere Prozesstermine anberaumt.

          Weitere Themen

          Ständig unter Strom

          Ladestationen in Hessen : Ständig unter Strom

          Mehr als 1700 öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos gibt es mittlerweile in Hessen. Das ist gut so, weil auch der Bedarf immer weiter steigt.

          Topmeldungen

          Französische Vorstädte : Straßenkampf in der Banlieue

          In den französischen Vorstädten kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei. Die Staatsgewalt fühlt sich nicht respektiert und schlecht ausgestattet. Unterwegs mit Einsatzkräften nordwestlich von Paris.

          Libyen-Konferenz in Berlin : Unter starken Männern

          Wenn in Berlin über Libyen verhandelt wird, geht nichts ohne Erdogan und Putin. Sie bauen ihre Macht in der arabischen Welt aus und machen Europa Angst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.