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Asthma Inhalator, 26.04.2022, Großbritannien, London Bild: PA Wire

Proteine : Forscher finden mögliche neue Angriffspunkte für Medikamente

Viele Arzneistoffe binden an sogenannte GPCR-Proteine. Doch oft ist die Wirkung recht unspezifisch. Ein Marburger Forscherteam hat vielleicht einen Weg gefunden, das zu ändern.

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          Mit Computerhilfe haben Forscher der Uni Marburg bei einer wichtigen Proteinfamilie bisher unbekannte Bindungsstellen entdeckt, die als Angriffspunkte für Medikamente dienen könnten. Die Wissenschaftler um Peter Kolb und Moritz Bünemann haben mit Kollegen aus Kanada sogenannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) untersucht. Sie übertragen Signale von der Außenseite einer Zelle in deren Inneres und spielen zum Beispiel bei Entzündungen und dem Weiterleiten von Sinnesreizen eine Rolle.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Fast ein Drittel aller rezeptpflichtigen Arzneimittel greift an GPCR-Proteinen an. „Die bisher genutzten Kopplungsstellen ähneln einander jedoch häufig sehr stark“, sagt Kolb; „deswegen wirken Arzneistoffe oft zu wenig selektiv.“ So können etwa Betablocker, die einen GPCR im Herzen hemmen, im Lungengewebe Asthmaanfälle auslösen.

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