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Programm „Digitalstadt“ : Geschützt durch das Internet

  • -Aktualisiert am

Mit Bedacht: Sonja Bethke-Jehle klickt seit der Schulung nur noch selten Links in E-Mails an. Bild: Marcus Kaufhold

In der „Digitalstadt“ Darmstadt gibt es einen Online-Kurs zum Thema Datensicherheit. Doch das Training ist nicht nur was für Hessen. Denn Betrüger werden weltweit immer raffinierter. Die Nutzer müssen wachsamer werden

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          Die Mail sieht auf den ersten Blick seriös aus – und auch auf den zweiten. „Sebastian“, laut Absenderadresse Student der TU Darmstadt, bittet darin um Mithilfe. Für eine Arbeit an der Uni müsse er eine Umfrage machen, schreibt er. Einen Link hat Sebastian auch eingefügt. Wer ihn unterstützen wolle, müsse den nur anklicken und mitmachen. Für Adressatin Sonja Bethke-Jehle ist das keine Frage. „Kann man machen“, sagt die 34 Jahre alte Buchhalterin. Denn wer studiert hat, weiß: Solche Aufgaben werden von Universitäten mitunter gestellt. Doch wenn Bethke-Jehle dem Link tatsächlich gefolgt wäre, hätte sich ein Betrüger gefreut. Denn Sebastian, der so höflich um Unterstützung bittet, will mit seiner Mail nur eins: Daten abgreifen, um sie für eigene, kriminelle Zwecke nutzen zu können. „Obwohl ich wirklich aufpasse, wäre ich in diesem Fall wohl reingefallen“, sagt Bethke-Jehle.

          Zum Glück war Sebastian in diesem Fall kein echter Betrüger. Seine Geschichte ist vielmehr Teil eines E-Learning-Programms, das die „Digitalstadt Darmstadt“ aufgelegt hat. Die „Digitalstadt“ ist ein vom Land Hessen mit fünf Millionen Euro gefördertes Programm, das mit neuen Technologien den Alltag seiner Einwohner erleichtern möchte. Projekte wie der Ausbau freien W-Lans und die Entwicklung smarter Straßenlaternen, die heller werden, sobald sich jemand nähert, sind Teile dieses Konzepts. Seit einer Woche bietet die Digitalstadt einen Online-Kurs zum Thema Datensicherheit an. Unter dem Motto „Du bist die Firewall – bleib wachsam, Darmstadt“ kann jeder, der möchte, an einem entgeltfreien IT-Sicherheitstraining teilnehmen. Interessenten müssen dazu eine Mailadresse angeben, unter der sie privat erreichbar sind.

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