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Produktionsverlagerung : ABB schließt Werk Alzenau

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Der Elektrotechnikkonzern ABB will sein Werk in Alzenau schließen und die Produktion nach Göttingen sowie Minden verlagern. Wie die Industriegewerkschaft (IG) Metall in Frankfurt gestern mitteilte, sollen 200 Arbeitsplätze wegfallen.

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          Der Elektrotechnikkonzern ABB will sein Werk in Alzenau schließen und die Produktion nach Göttingen sowie Minden verlagern. Wie die Industriegewerkschaft (IG) Metall in Frankfurt gestern mitteilte, sollen 200 Arbeitsplätze wegfallen. Lediglich 41 Mitarbeiter sollen ihre Stelle behalten. ABB-Geschäftsleiter Volker Huck informierte gestern die Belegschaft über die beabsichtigte Aufgabe des Standorts.

          In Alzenau werden überwiegend Temperaturmessgeräte für die Industrie hergestellt. Der Betrieb wird von der IG Metall Frankfurt betreut, weil in Alzenau die hessischen Tarifverträge angewandt werden. Heute um 9 Uhr wollen die Beschäftigten gegen die geplante Schließung des Werks protestieren. Die Pläne der Geschäftsleitung haben den Betriebsrat nach seinen Angaben überrascht. Seit April habe es Kurzarbeit gegeben, um den Nachfragerückgang auszugleichen. Die Gewerkschaft forderte, die Kurzarbeit für den vollen Zeitraum von 24 Monaten zu nutzen, um in dieser Zeit ein Konzept für die Erhaltung der Produktionsstätte zu erarbeiten.

          Markt für Instrumentierungen eingebrochen

          Beate Höger, Unternehmenssprecherin von ABB in Mannheim, sagte gestern auf Anfrage, der Markt für Instrumentierungen sei im zweiten Quartal sehr stark eingebrochen. Mit einer nachhaltigen Erholung in den nächsten Jahren werde nicht gerechnet. Deshalb habe sich die Konzernleitung zu "tiefgreifenden Maßnahmen" entschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu gewährleisten.

          Die deutsche ABB-Tochter hatte 2008 mit ihren rund 11 000 Mitarbeitern den Umsatz um 15 Prozent auf 3,68 Milliarden Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis kletterte um 21 Prozent auf 373 Millionen Euro.

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