https://www.faz.net/-gzg-a8psd
Bildbeschreibung einblenden

Verfassungsrechtler Hermes : „Kein Raum, Geimpfte besser zu behandeln als Nichtgeimpfte“

Ein mobiles Impfteam in Frankfurt verwendet im Dezember 2020 diese Spritzen, um gegen Covid zu impfen. Bild: Frank Röth

Der Imfprozess wird sich über Monate ziehen: Der Verfassungsrechtler Georg Hermes spricht im Interview über mögliche Privilegien für Geimpfte und über eine mittelbare Impfpflicht.

          5 Min.

          Georg Hermes lehrt seit 1998 öffentliches Recht an der Frankfurter Goethe-Universität. Fragen der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern sowie das Verhältnis der Grundrechte untereinander gehören zu den Schwerpunkten seiner Forschung. Schon vor einem Jahr sagte er im Interview mit der F.A.Z, es sei weder erforderlich noch sinnvoll, Infektionsschutz umfassend bundeseinheitlich zu regeln. Indem die Länder zuständig für den Vollzug von Bundesgesetzen seien, könnten sie flexibel auf die Situationen vor Ort reagieren. Dieser Vorteil des Föderalismus sollte auch in einer Pandemie nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 
          Der 1958 geborene Hermes studierte außer Rechts- auch Politikwissenschaften. Er wurde mit einer Arbeit zum Grundrecht auf Schutz von Leben und Gesundheit promoviert. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er drei Jahre wissenschaftlich am Bundesverfassungsgericht. 

          Helmut Schwan
          (hs.), Rhein-Main-Zeitung

          Wenn überhaupt, dann sollen die Corona-Beschränkungen nur allmählich gelockert werden. Daher stellt sich umso mehr die Frage: Wären Privilegien für Geimpfte verfassungsrechtlich möglich?

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          Eine Erinnerung an unbeschwerte Zeiten

          Corona-Pandemie : Jetzt sind die Jungen dran

          Mehr als ein Jahr lang haben junge Leute auf vieles verzichtet, um die Alten vor Corona zu schützen. Das Land schuldet ihnen nun etwas.