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Leerstehende Luxusimmobilie : Eine Villa, die niemand haben will

Der Blick hinter die Mauer lässt den Prunk und Luxus der Villa erahnen. Bild: Wolfgang Eilmes

Mitten in Frankfurt dämmert eine imposante 2000-Quadratmeter-Prachtvilla vor sich hin. Auf 21 Zimmer verteilt, gibt es reichlich Luxus – und keiner will ihn kaufen. Warum?

          2 Min.

          In Sachsenhausen ist es nicht leicht, Wohneigentum zu erwerben. Entstehen irgendwo neue Wohnungen oder gar Reihenhäuser, ist das Bauschild meist schnell mit dem Schriftzug „Ausverkauft“ überklebt. Frankfurt gilt, was Wohnimmobilien angeht, als ein von hoher Nachfrage getriebener Markt. Allerdings nur, solange es sich um Standardformate handelt. Die Villa des Immobilieninvestors und einstigen Verlegers Bernd Lunkewitz gehört nicht dazu. Und so steht schon seit fast vier Jahren ein Verkaufsschild vor dem Tor an der Mörfelder Landstraße. Ansprechpartner ist die BFL Investment GmbH, die selbst ihren Sitz in einem der beiden Torhäuser hat.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Gesellschaft vermarktet beispielsweise das Projekt „Voltastraße“ rund um das ehemalige denkmalgeschützte Elektrizitätswerk Bockenheim. Das wird laut Internetseite „als historischer Solitär wiederbelebt“, es entstehen 2600 Quadratmeter Wohnungs- und Gewerbeflächen auf 4600 Quadratmeter Grund. Eine imposante Größenordnung, doch ganz etwas anderes als die „Villa im Park Louisa“. Lunkewitz hatte die Villa einst als Wohnhaus und Firmensitz errichten lassen. 2014 zog er aus, unter anderem aus Ärger über den zunehmenden Fluglärm. Nach der Insolvenz seines Berliner Aufbau-Verlags hat Lunkewitz sich zwar wieder ganz seiner eigentlichen Profession, dem Immobilengeschäft, zugewandt, steuert es aber inzwischen weitgehend aus dem Ausland.

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