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Künstlerin Catharina Szonn : Aus der Metropole in die Metzgerei

  • -Aktualisiert am

Keine Theatermalerei mehr: Catharina Szonn beschäftigt sich heute mit Maschinen, Assemblagen und Stickerei. Bild: Wonge Bergmann

Heugebläse und Betonmischer werden bei ihr zu Performern: Die Künstlerin Catharina Szonn arbeitet jetzt auf dem Land. Dass sie abseits von Frankfurt ist, findet sie besonders gut.

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          Manche Dinge muss man einfach ausprobieren. Als Catharina Szonn vor wenigen Monaten ihr Studium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) abschloss, zog sie nicht, wie viele andere Kunstabsolventen, in die Hauptstadt. Szonn wagte vielmehr den Schritt aufs Land. Auf einem Immobilienportal gelang es der Frankfurter Künstlerin, einen für ihre Arbeitsweise geeigneten, bezahlbaren Raum zu finden. „Gehst halt nicht nach Berlin, gehst nach Maintal“, so beschreibt Szonn ihren damaligen Entschluss. Nun empfängt sie in ihrem Atelier in der Behaglichkeit suggerierenden Fachwerkaltstadt von Maintal-Hochstadt.

          Die gefliesten Wände und Boden des ebenerdigen Atelierraums zeugen von seiner früheren Nutzung durch eine Metzgerei. Szonn beschreibt den Raum als „halb Werkstatt, halb Atelier“. Wichtig ist ihr der Starkstromanschluss, aber auch die Raumgröße, die Arbeit an sperrigen Werken ermöglicht. In einer Atelierecke stehen mehrere Betonmischer. Zwei dieser Maschinen waren Teil einer großräumigen Installation, die Szonn als künstlerische Abschlussarbeit an der HfG präsentierte. Die unter lautem Krach rotierenden Mischer fügten sich dort in eine von ihr entworfene Materialchoreographie.

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