https://www.faz.net/-gzg-9e2ou

Atelier und Lebensraum : Auf dem Schulhof wohnt ein Künstler

Komischer Vogel: Der Künstler Jan Lotter arbeitet und lebt in einem Atelier auf dem Schulhof. Bild: Jessica Schäfer

Der Zugang zu ästhetischer Bildung ist auf dem Land schwerer als in der Stadt. Deshalb kommt das „fliegende Künstlerzimmer“ direkt an die Schulen und hat den Schülern eine Menge zu bieten.

          2 Min.

          Auf den Landkreis Marburg-Biedenkopf lässt Landrätin Kirsten Fründt nichts kommen. „Der schönste Kreis in Hessen“, sagt die lokalpatriotisch gestimmte SPD-Politikerin ein ums andere Mal. Fründt ist zu Besuch in Frankfurt, wo man ja manchmal das Vorurteil pflegt, kurz hinter dem Taunuskamm beginne die kulturelle Steppe. Das sei bei weitem nicht so, sagt Fründt. Tatsache ist allerdings auch, dass die großen Museen, Theater, Opernhäuser und Kunsthochschulen nun einmal im Kern der Rhein-Main-Region und nicht in Mittelhessen angesiedelt sind. Deshalb ist es für Schulen im ländlichen Raum schwerer als in der Metropole, Kooperationen mit Künstlern und kulturellen Institutionen einzugehen.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Die ästhetische Bildung auf dem Land voranzubringen und zugleich junge Kulturschaffende zu fördern – darum geht es im Projekt „Das fliegende Künstlerzimmer“ der Crespo Foundation. Zur Vorstellung kamen die Kooperationspartner in dieser Woche in Frankfurt zusammen. Außer dem Kultusministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ist das die IGS Wollenbergschule. Auf dem Pausenhof der Integrierten Gesamtschule, die in der mittelhessischen Kleinstadt Wetter liegt, steht seit Beginn des Schuljahres ein Container.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schnelle Produktion: Ein Brückenträger für Genua, geschweißt in der Werft, montiert auf der Baustelle

          Brücken vom Dock : Wie Italiens Werften Brücken bauen

          Deutschland hat stillgelegte Werften und kaputte Brücken. Was man daraus machen kann, zeigt Italien in vorbildlicher Manier. Der Schiffsbaukonzern Fincantieri denkt die Stahlverarbeitung breiter.
          Durch ein neues Missbrauchsgutachten schwer belastet: der damalige Papst, Benedikt XVI., am 17. Oktober 2005 im Petersdom im Vatikan

          Missbrauch im Erzbistum München : Die Lüge Benedikts

          Ein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München belastet den emeritierten Papst. Fragen wirft vor allem ein Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 1980 auf.