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Blaulicht in Rhein-Main : Polizisten mit Pfefferspray angegriffen – Beamter gibt Warnschuss ab

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Fahndungserfolg am Flughafen: Ein aus Schweden stammender, mutmaßlicher Mörder wurde gefasst. Bild: dpa

Im Frankfurter Bahnhofsviertel eskaliert eine Festnahme. In Rüsselsheim setzen sich 250 Personen über die Corona-Regeln hinweg. Und am Flughafen wird ein mutmaßlicher Mörder geschnappt.

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          Frankfurt. Während Polizisten in Frankfurt einen mutmaßlichen Räuber festnehmen wollten, hat eine Gruppe aus vier oder fünf Männern die Beamten unter anderem mit Pfefferspray angegriffen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zwei Beamte leicht verletzt und waren vorerst nicht mehr dienstfähig. Während des Angriffs habe einer der Polizisten einen Warnschuss nach oben in die Luft abgegeben.

          Laut Polizei hatten Zivilfahnder am Samstagabend einen Fünfunddreißigjährigen und einen Neunzehnjährigen bei einem mutmaßlichen Raub im Frankfurter Bahnhofsviertel beobachtet. Die Männer hätten einem Passanten während einer körperlichen Auseinandersetzung die Geldbörse entrissen. Der 35 Jahre alte Mann sei noch vor Ort unter Widerstand festgenommen worden. Der Neunzehnjährige sei zunächst geflüchtet und von Polizisten bis zum Bahnhofsvorplatz verfolgt worden.

          Bei der Festnahme des Neunzehnjährigen habe sich dann die vier- bis fünfköpfige Gruppe mit dem mutmaßlichen Täter solidarisiert. Die Beamten seien mit einem Messer bedroht und mit Pfefferspray besprüht worden. Nach Abgabe des Warnschusses sei die Gruppe geflüchtet. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Gefangenenbefreiung.

          Rüsselsheim. Bis zu 250 Menschen haben sich bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag auf einem großen Parkplatz am Main in Rüsselsheim aufgehalten. Nach Anordnung der Stadt ist es zurzeit verboten, sich dort zu treffen und länger aufzuhalten. Die Polizei versuchte die Menschen ab dem Mittag mit Lautsprecheransagen auf die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen, hieß es vonseiten der Ordnungshüter am Montag.

          Spaziergänger hätten den am Main gelegenen Landungsplatz daraufhin auch verlassen, doch kurze Zeit später seien schon wieder neue Menschen hinzugekommen, hieß es. Dabei hielten sich die Menschen teilweise nicht an das geltende Aufenthaltsverbot. So ist es der Stadt zufolge lediglich erlaubt, den Bereich zu durchqueren oder sein Auto dort abzustellen. Laut Polizei hatten die Menschen nach eigenen Angaben am Sonntag die entsprechende Beschilderung nicht bemerkt. Nun solle in Absprache mit der Stadt „nachgebessert“ werden, hieß es.

          Bereits zuvor hatte die Polizei nach eigenen Angaben mehrere Fahrzeuge auf dem Platz gesehen, die der Raser-, Poser- und Tunerszene zuzuordnen seien. Teils seien die Fahrer mit ihren Wagen über den Landungsplatz gedriftet. Auch am Samstag hatten demnach Menschen gegen das Aufenthaltsverbot verstoßen.

          Frankfurt. Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei einen mutmaßlichen Mörder abgefangen. Er werde einem Haftrichter vorgeführt, teilten die Beamten am Montag mit. Sie hatten den zweiundzwanzigjährigen Schweden am Sonntag nach der Einreise aus Katar festgenommen, weil die schwedischen Behörden international nach dem Mann fahndeten. Er soll im November 2020 in Stockholm einen Mann ermordet haben. Ein Auslieferungsersuchen der Schweden liege vor.

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