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Abgelehnter Asylbescheid : Polizisten holen Schwangere für Abschiebung aus Uniklinik

  • Aktualisiert am

Abgelehnt: Für eine Rückführung wurde eine Schwangere von den Beamten aus der Klinik abgeholt (Symbolbild). Bild: dpa

Polizisten haben eine schwangere Frau aus dem Krankenbett abgeholt, um sie abzuschieben. Zuvor war eine Rückführung wegen Widerstands gegen die Beamten abgebrochen worden.

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          Polizisten haben in der Uniklinik Mainz eine schwangere Frau aus dem Krankenbett geholt, um sie nach Kroatien abzuschieben. Zuvor habe eine Ärztin der Klinik die Reisefähigkeit bescheinigt, teilte die für die Abschiebung zuständige Kreisverwaltung Mainz-Bingen mit. Wegen der Schwangerschaft und einer Diabetes-Erkrankung wurde die aus dem Iran stammende Frau in einem Rettungswagen zum Flughafen Hannover gebracht. Dort sei es zu „Widerstandshandlungen“ gekommen, „weshalb die Abschiebung abgebrochen werden musste“.

          Der Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz äußerte sich „empört, dass es zu einer solchen überfallartigen Szene durch Uniformierte in einem Krankenhaus kam“. Eine nächtliche Abschiebung aus einer Klinik sei „ein Tabubruch, der sich nicht wiederholen darf“, hieß es in einem von zwölf Organisationen unterzeichneten offenen Brief.

          Abschiebung nach Kroatien

          Die junge Mutter sollte zusammen mit ihrem ein Jahre alten Sohn entsprechend der Dublin-Regelung nach Kroatien abgeschoben werden. Dort hatte die Familie nach Angaben der Kreisverwaltung bereits einen Asylantrag gestellt, ehe sie im Mai nach Deutschland kam. Ihr dortiger Asylantrag wurde Ende Juli abgelehnt. Bereits ein erster Abschiebeversuch war gescheitert, weil sich die Familie dagegen zur Wehr setzte. Der Vater kam daraufhin ins Abschiebegefängnis nach Ingelheim, wo er weiter inhaftiert ist. Die junge Mutter wurde in die benachbarte Flüchtlingsunterkunft nach Ingelheim gebracht.

          Die Ausländerbehörde werde in Kontakt mit dem Integrationsministerium nun weitere Schritte prüfen, erklärte die Kreisverwaltung. „Klar ist dabei, dass wir uns an Recht und Gesetz halten müssen und dies bisher auch getan haben“, erklärte Landrätin Dorothea Schäfer (CDU).

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