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Blaulicht in Rhein-Main : Polizisten bedrängt – Geldautomatensprenger flüchtig

  • Aktualisiert am

Zerstört: Ein gesprengter Geldautomat Bild: dpa

Polizisten werden bei einer Festnahme bedrängt. Auf der A661 nahe Offenbach hat eine Frau ihr Leben verloren. In Rosbach brannten drei Kleinlaster aus. Und dann wurde noch ein Geldautomat gesprengt.

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          Frankfurt. Bei der Festnahme eines Mannes sind Polizisten in Frankfurt nach Darstellung des Polizeipräsidiums bedrängt und beleidigt worden. Die Beamten seien eigentlich zu einer Auseinandersetzung an einem Kiosk gerufen worden, berichtete das Polizeipräsidium am Donnerstag. Dabei habe sich herausgestellt, dass gegen einen leicht verletzen Mann ein Haftbefehl vorliegt. Der angetrunkene 38-Jährige sei kooperativ gewesen, bis sich am Mittwochabend ein völlig Unbeteiligter lautstark eingemischt habe. Daraufhin sei er aggressiv geworden.

          Die Polizisten hätten ihn daraufhin zu Boden gebracht, ihn festgehalten und dabei auch kurzzeitig per Knie seinen Kopf fixiert. In kurzer Zeit hätten sich bis zu 40 Schaulustige versammelt. „Sie bedrängten die Einsatzkräfte, filmten, näherten sich ihnen zum Teil bis auf wenige Zentimeter, und einige beleidigten die Beamten lautstark.“ Daraufhin hätten die Polizisten Unterstützung angefordert, erst dann habe sich die Situation beruhigt.

          Gegen den 52-Jährigen, der sich eingemischt hatte, wurde ein Strafverfahren wegen Störung von Amtshandlungen und Beleidigung eingeleitet. Gegen den 38-Jährigen, der 1,8 Promille Alkohol intus hatte, läuft nun ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

          Kelsterbach. Weil er von einer Wohnung aus mit einer Schreckschusswaffe auf Tauben geschossen hat, hat ein 81 Jahre alter Mann in Kelsterbach (Kreis Groß-Gerau) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Zeugen hatten nach Polizeiangaben am Donnerstag Schüsse wahrgenommen und einen älteren Mann an einem Fenster beobachtet. Daraufhin sperrte die Polizei weiträumig den Bereich. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten die Waffe und stellten sie sicher. Es kam heraus, dass der Mann auf Tauben geschossen hatte. Der Tatverdächtige muss sich nun laut Polizei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

          Rüsselsheim Die Polizei ist weiter auf der Suche nach einem flüchtenden Unfallfahrer, der nach einem Zusammenstoß auf der Autobahn A60 zu Fuß getürmt ist. Es gebe noch keine konkreten Hinweise auf den Mann, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Darmstadt. Bei der Suche nach ihm war auch ein Hubschrauber eingesetzt worden.

          Der Mann war laut Polizei am Mittwochabend auf der Autobahn mit seinem Wagen mit einem Transporter kollidiert. Zuvor soll er mehrere Autos mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Seitenstreifen überholt haben. Sein Auto und der Transporter wurden bei dem Unfall stark beschädigt. Der 57 Jahre alte Fahrer des Transporters wurde leicht verletzt. Der Unfallverursacher soll nach dem Zusammenstoß quer über die Autobahn in ein Gewerbegebiet geflohen sein.

          Offenbach Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 661 zwischen Offenbach und Darmstadt ist eine Frau ums Leben gekommen. Zwischen den Anschlussstellen Langen und Egelsbach sei am späten Mittwochabend ein Wagen aus bisher unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und habe sich überschlagen, sagte ein Polizeisprecher. Der Wagen sei mit fünf Personen besetzt gewesen, darunter eine Frau, die tödlich verletzt wurde. Die übrigen Insassen seien ebenfalls verletzt worden. Zur Schwere der Verletzungen und der Identität der Personen konnte die Polizei am frühen Donnerstagmorgen noch keine Angaben machen.

          Rosbach Auf dem Parkplatz eines Autohauses in Rosbach im Wetteraukreis sind drei Kleintransporter ausgebrannt. Einer der Wagen habe wohl aufgrund eines technischen Defekts Feuer gefangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Flammen gingen im Anschluss am Donnerstagmorgen auf zwei weitere Sprinter über, die links und rechts neben dem Transporter abgestellt waren. Hinweise auf Brandstiftung gebe es nicht. Die Polizei schätzt den Schaden auf ungefähr 160.000 Euro.

          Sulzbach Nach der Sprengung eines Geldautomaten in Sulzbach am Main im Kreis Miltenberg fahndet die Polizei mit einem Großaufgebot nach den flüchtigen Tätern. Am frühen Donnerstagmorgen habe ein Zeuge wegen eines lauten Knalls die Polizei verständigt, sagte ein Polizeisprecher. Eine Streife habe die mutmaßlichen Täter, drei Personen, flüchten sehen. Sie seien in einem „stark motorisierten Wagen“ mit hoher Geschwindigkeit davongefahren, so dass die Polizei nach anfänglicher Verfolgung nach eigener Aussage nicht hinterherkam.

          Zur anschließenden Fahndung wurden auch Kräfte aus Hessen hinzugezogen, darunter ein Polizeihubschrauber. In vergleichbaren Fällen fliehen die Täter laut Polizei häufig in Richtung des benachbarten Bundeslandes. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, war zunächst nicht klar.

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