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Polizeiforscher zu SEK-Skandal : „Es ist gelungen, sich in abgeschottete Sphären zu begeben“

Im Blickpunkt: Weil sich Beamte in Chats rechtsextrem eingelassen haben, löst das Land Hessen das SEK Frankfurt auf (Symbolbild) Bild: dpa

Der Polizeiforscher Rafael Behr äußert sich zum Frankfurter SEK-Skandal. Er spricht über Rechtsextremismus in der Polizei, Dominanzkultur und welche Rolle die Psychologie von Spezialeinheiten spielt.

          5 Min.

          Herr Behr, 20 Beamte des Frankfurter SEK stehen unter Rechtsextremismus-Verdacht. Die Einheit wurde aufgelöst. Ist das eine neue Dimension von Fehlverhalten in der Polizei?

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nein, das ist es nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man nur die reinen Umstände betrachtet, dass es Chatgruppen gegeben hat, in denen rechtsextreme Inhalte geteilt wurden. Dieses Phänomen kennen wir schon länger. Was diesen Fall aber dennoch besonders macht, ist die Tatsache, dass eine Spezialeinheit betroffen ist, die ohnehin schon abgeschottet von der übrigen Polizei agiert. Ein SEK hat stärkere Autonomie und ist umweht vom Nimbus einer Organisation, die besser Geheimnisse hüten kann als andere, weil die Einsätze, für die sie geschaffen sind, mehr Geheimhaltung erfordern.

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