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„Carfreitag“ abgesagt : Polizei will Treffen von Auto-Tunern verhindern

Unter der Lupe: Ein getuntes Auto wird in Bochum genauer inspiziert (Symbolbild). Bild: dpa

Die Szene der hessischen Auto-Tuner muss in diesem Jahr ohne den jährlichen „Carfreitag“ in Limburg auskommen. Das Treffen wurde von dem Veranstalter abgesagt. Die Polizei hatte im Voraus die Szene durch aufwendige Kontrollen verunsichert.

          Es ist eine schlechte Nachricht für Hessens Autoposer: Der „Carfreitag“, ein jährliches Treffen von Hunderten sogenannter Tuner am ICE-Bahnhof südlich von Limburg, ist vom Veranstalter abgesagt worden. In Frankfurt, wo sich lange am Karfreitag Jahr für Jahr an einer Tankstelle an der Hanauer Landstraße ebenfalls die Freunde hochgezüchteter Boliden versammelt und die Auspuffe hatten röhren lassen, war ein solches Treffen schon im vergangenen Jahr nicht mehr zustande gekommen.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei hatte die Szene durch Kontrollen der Fahrzeuge und Platzverweise gegen jene, die trotz gesetzlich geschützter Feiertagsruhe aggressiv auftraten, verunsichert und schließlich resignieren lassen. In Limburg wandte die Polizei in den vergangenen Jahren eine ähnliche Strategie an.

          Auch wenn man keine Erkenntnisse habe, dass in Frankfurt ein Treffen geplant sei, werde auch in diesem Jahr die „Kart“ genannte Polizeieinheit am Freitag in der Stadt unterwegs sein, sagte gestern eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Spontane Kräftemessen oder gar Rennen sollten auf diese Weise verhindert werden.

          „Kart“ – die Abkürzung steht für Kontrolleinheit Autoposer, Raser und Tuner – hat innerhalb eines Jahres in Frankfurt sieben mutmaßliche illegale Rennen registriert und mehr als tausend Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Zulassungsbestimmungen und Lärmgrenzen eingeleitet.

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