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Polizei über Einsatz in Kassel : „Sehr dynamische, unübersichtliche Lage“

  • Aktualisiert am

Tausende Menschen haben in Kassel gegen die Corona-Politik der Bundesregierung demonstriert. Bild: AFP

Bei der Demonstration in Kassel ließ die Polizei Verstöße gegen Regeln aus taktischen Gründen zu – und erntet dafür scharfe Kritik. Der Kasseler Oberbürgermeister nimmt die Beamten in Schutz.

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          Die „Querdenker“-Demonstration in Kassel mit etwa 20.000 Teilnehmern hat am Sonntag zu erheblicher Kritik am Vorgehen der Polizei, aber auch am Auftreten der Demonstranten geführt und wird voraussichtlich noch eine längere Nachbereitung zur Folge haben. Vor allem Oppositionsparteien im Hessischen Landtag monierten im Nachgang, dass die Polizei ihrer Aufgabe, die Corona-Regeln durchzusetzen, nicht umfänglich nachgekommen sei. Zudem kam die Frage auf, wie es dazu gekommen sei, dass eine so große Teilnehmerzahl überhaupt geduldet wurde, wenn doch nur 6000 Demonstranten genehmigt worden seien.

          Günter Rudolph, der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, äußerte, es sei der Eindruck entstanden, „dass Polizeibeamte dem nicht genehmigten Aufmarsch der sogenannten ,Querdenker‘ noch den Weg bahnten“. Das Einsatzkonzept der Polizei sei offenkundig gescheitert. Sie habe zugelassen, „dass massenhaft das Recht gebrochen wurde“.

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