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Nach Krawallen in Darmstadt : Polizei sucht in sozialen Medien nach Zeugen

  • Aktualisiert am

Ausschreitungen gegen die Polizei in Darmstadt: Die Ermittler suchen nun nach Zeugen. Bild: dpa

Nach den Krawallen im Darmstädter Herrngarten sucht die Polizei Hessen dringend nach Zeugen der Vorfälle. Dafür nutzen die Ermittler nun die sozialen Medien.

          Nach den Angriffen auf Polizisten in Darmstadt will die Polizei auch in den sozialen Medien nach Zeugen suchen. Das Social-Media-Team werde den Zeugenaufruf noch mal dort publizieren, „wo junge Menschen unterwegs sind“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen am Dienstag. Die Ermittler suchen Zeugen, die Videos oder Fotos von den Vorfällen gemacht haben und bittet sie, die Dateien auf www.polizei-hinweise.de/herrngarten hochzuladen.

          Mehrere Zeugen sollen bereits Aufnahmen von dem Gewaltausbruch an die Ermittler gesendet haben. Aus teilweise anonymen Quellen sind 15 Dateien eingegangen. Die meisten seien Video-Dateien, sagte eine Sprecherin der Polizei. „Die Aufnahmen - manche davon sind mehrmals gesendet worden - müssen nun ausgewertet werden. Dabei geht es etwa um Hinweise auf weitere beteiligte Täter.“ Auch die Zuordnung von Personen zu bestimmten Taten spiele bei der Sichtung eine Rolle.

          Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich bei den Angreifern nicht um eine spezielle Gruppierung. Auch einen politischen Hintergrund schließe man bisher aus, sagte die Polizeisprecherin. Dass manche Angreifer vermummt gewesen seien, stehe nicht im Widerspruch dazu.„Schon wer sich ein T-Shirt über das Gesicht zieht, gilt als vermummt“, sagte sie. Insofern könnten sich Personen auch ohne vorherige Planung jederzeit vermummen.

          Am Rande des Schlossgrabenfestes hatten rund 100 Menschen in der Nacht zum vergangenen Sonntag im Darmstädter Herrngarten Polizisten angegriffen. 15 Beamte wurden bei den Ausschreitungen verletzt. 112 Personen wurden vorläufig festgenommen, rund 50 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

          Ermittelt wird auch gegen einen 22 Jahre alten Polizeikommissar-Anwärter. Er soll versucht haben, seinen Polizei-Status zu benutzen, um festgenommene Freunde zu befreien. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf versuchte Gefangenenbefreiung.

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