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Millionenschaden : Schlag gegen organisierte Schwarzarbeit

  • Aktualisiert am

Illegale Schwarzarbeit: Ermittlern ist ein Schlag gegen eine organisierte Bande gelungen. Bild: dpa

In Hessen und Rheinland Pfalz gelang Ermittlern ein Schlag gegen organisierte Schwarzarbeit. Der Schaden durch die mutmaßlichen Täter wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

          Einen möglichen Schaden von mehreren Millionen Euro haben Fahnder bei einem Schlag gegen mutmaßliche organisierte Formen von Schwarzarbeit aufgedeckt. Rund 600 Zöllner durchsuchten am frühen Dienstagmorgen insgesamt 90 Wohnungen und Geschäftsräume vor allem in Rheinland-Pfalz und Hessen, wie Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt Koblenz mitteilten. Sechs der 44 Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft, umfangreiche Beweismittel wurden sichergestellt.

          Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 39 Männer und fünf Frauen im Alter von 22 bis 63 Jahren wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt, des Betrugs sowie der Steuerhinterziehung oder der Beihilfe hierzu.

          Die mutmaßlichen Haupttäter, ein 38 Jahre alter Türke und sein 34 Jahre alter deutscher Bruder, sollen mit Scheinfirmen und sogenannten Abdeckrechnungen Sozialversicherungsbeiträge, Steuern und Beiträge zu einer Zusatzversorgungskasse der Bauwirtschaft in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro hinterzogen haben. Mit fingierten Rechnungen erzeugten sie den Ermittlungen zufolge Schwarzgeld und zahlten damit nicht zur Steuer und Sozialversicherung angemeldete Schwarzarbeiter. Die anderen Beschuldigten sollen an dem mutmaßlichen kriminellen Netzwerk mitgewirkt haben.

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