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Uni Frankfurt : Schon morgens ist oft kein Platz mehr frei

  • -Aktualisiert am

Hier wird auch viel Mathe gelernt: die Bibliothek der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in der Uni Frankfurt Bild: Bäuml, Lucas

Die Goethe-Universität hat viele moderne Bibliotheken, doch in der Prüfungszeit wird es dort schnell eng. Allerdings gibt es auf dem Campus noch andere gute Orte zum Lernen.

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          Sobald die Sonne herauskommt, entspannt sich die Lage auf dem Westend-Campus der Goethe-Universität sichtbar. Auf der Wiese, auf Bänken, an Tischen der Mensen und Cafeterien sitzen überall Studenten mit Büchern, Texten und Laptops auf dem Schoß. Wenn das Wetter es aber nicht zulässt, einen ruhigen Platz auf dem weitläufigen Campus zu suchen, kann es schon einmal dauern, einen Arbeitsplatz in der Bibliothek zu ergattern. Andere Räume zum Lernen gibt es kaum.

          „Gerade wenn man nicht schon frühmorgens da ist, muss man oft sehr lange einen Platz in der BSP suchen“, berichtet Philipp Wagenhals, der Politische Theorie studiert. Die BSP, Bibliothek für Sozialwissenschaften und Psychologie, bietet 485 Arbeitsplätze – die vor allem in der Prüfungszeit oft alle schon in den Morgenstunden besetzt sind. Trotzdem kommen für Wagenhals andere Lernorte auf dem Campus nicht in Betracht. „Die Bibliotheken im IG-Farben-Haus sind umständlich zu erreichen“, sagt der Fünfundzwanzigjährige, „und um richtig zu arbeiten, brauche ich die Ruhe, die es so nur in der Bibliothek gibt.“

          Im IG-Farben-Haus sind die Fachbereichsbibliotheken des sogenannten Bibliothekszentrums Geisteswissenschaften über die Stockwerke verteilt. In den Bibliotheksbereich gelangt man nur über die erste und dritte Etage; von dort aus kann man sich dann den bevorzugten Lesesaal suchen. In den obersten Stockwerken ist die Aussicht großartig, dafür schwächelt dort das W-Lan.

          Jashty Schulz sitzt im fünften Stockwerk, in der Abteilung Alte Geschichte, in einem überschaubaren Lesesaal. Auf ihrem Tisch hat die Studentin einige dicke Wälzer ausgebreitet. „Ich komme eigentlich vor allem hierhin, weil hier die Bücher sind, mit denen ich arbeiten muss. Außerdem darf man hier im Vergleich zur BSP seine Tasche und Jacke mit in den Lesesaal nehmen.“

          Auch sonntags geöffnet

          Die Bibliothek der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften im Westend ist für viele vor allem deswegen interessant, weil sie als einzige auf dem Campus auch sonntags geöffnet hat. Dort einen Platz zu ergattern ist allerdings um die Mittagszeit ebenfalls schwierig. „Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden mit der Bibliothek, man muss halt einfach früh genug kommen“, findet Konstantin Schubert, der Wirtschaftswissenschaften studiert.

          Wenn man keine Lust auf die Platzsuche hat oder in anderer Atmosphäre arbeiten will, muss man sich woanders auf dem Campus umschauen. Im IG-Farben-Haus bietet sich dafür zum Beispiel die sogenannte Eisenhower-Rotunde an, in der man in schönem Ambiente sitzen und lernen kann – es sei denn, man stört sich an der Akustik. Dort hallt es nämlich so stark, dass man den Eindruck gewinnen könnte, in einer Bahnhofsvorhalle zu sitzen, was die Konzentration erschwert.

          Außerdem haben die Studenten auf dem Campus einige Räume erobert, die sie jetzt selbst verwalten. So gibt es im IG-Farben-Haus das Philosophie-Café im zweiten Stockwerk und das Literaturcafé Anna Blume im Untergeschoss, wo viele Studenten auf Sofas lümmeln, Kaffee trinken und ihre Texte lesen.

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