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Erinnerung an Walter Lübcke : Rosbacher Platz umbenannt

  • Aktualisiert am

Mahnung: der umbenannte Platz vor der Rosbacher Stadthalle Bild: dpa

Ein Platz im hessischen Rosbach vor der Höhe ist nach dem getöteten Politiker Walter Lübcke benannt worden. Der Kasseler Regierungspräsident wurde 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen.

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          Hessens Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) hat anlässlich der Einweihung des Dr.-Walter-Lübcke-Platzes in Rosbach vor der Höhe im Wetteraukreis an den getöteten Kasseler Regierungspräsidenten erinnert. Lübcke war 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt muss sich deshalb der Deutsche Stephan Ernst wegen mutmaßlichen Mordes aus rechtsextremistischen Motiven verantworten.

          „Das Gedenken an Menschen, die an Menschlichkeit, an Solidarität und unsere freiheitlich-demokratischen Werte glaubten – und diese zu jeder Zeit auch tatkräftig verteidigten –, ist in Zeiten, in denen unsere demokratische Ordnung immer mehr unter Beschuss steht, besonders wichtig“, hob Rhein laut einer Mitteilung vom Samstag hervor.

          „Walter Lübcke hat für seine Überzeugungen mit dem Leben bezahlt. Er wurde ermordet, weil er für Menschenrechte, die Grundwerte unseres Zusammenlebens und unsere Demokratie eintrat.“ Der Landtagspräsident mahnte: „Nach dem Mord an Walter Lübcke kann man nicht einfach zur Tagesordnung zurückgehen. Denn dieser Mord war ein Angriff auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens.“

          Menschen wie Lübcke brauchten die Rückendeckung aus der ganzen Breite der Gesellschaft. „Wir alle sind dazu aufgerufen, uns geschlossen und entschlossen gegen jegliche Form von Extremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu wenden und uns für Menschenrechte und für Demokratie, für Frieden und Freiheit einzusetzen, so wie es Walter Lübcke jederzeit tat“, ergänzte Rhein.

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