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Gegen Schädlinge und Pilze : Neue und robuste Rebsorten für den Rheingau

Schnittmenge: Die Erträge 2021 waren im Rheingau durchwachsen. Bild: Frank Röth

Der Rheingau hat ein schwieriges Pflanzenschutzjahr hinter sich. Das Land Hessen kündigt weitere Unterstützung an und stellt Forderungen an die Winzer.

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          Weinbauministerin Priska Hinz (Die Grünen) hat die Rheingauer Winzer aufgerufen, sich nicht länger nahezu ausschließlich auf Riesling und Spätburgunder zu konzentrieren, sondern neue und robuste Rebsorten zu berücksichtigten. Das sei wegen des Klimawandels, der Ausbreitung neuer Krankheiten und von Schädlingen sowie wegen EU-Vorgaben zur weiteren Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln unumgänglich. Die Winzer dürften sich im Rheingau einer Entwicklung nicht verschließen, die im Ausland schon vorangeschritten sei. Hinz kündigte an, den Anbau der sogenannten pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWIs) zu entbürokratisieren und auch finanziell zu fördern.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Zufrieden zeigte sich Hinz mit den Fortschritten beim ökologischen Weinbau. Der positive Trend der zurückliegenden Jahre setze sich fort, sagte Hinz, nach deren Angaben hessenweit 850 Hektar und damit fast 25 Prozent der Rebfläche ökologisch bewirtschaftet werden. Die Ministerin kündigte an, die Weinbauförderung im bisherigen Umfang fortzusetzen und Geld für Ökoweinbau, Steillagenweinbau, biologische Schädlingsbekämpfung und für Investitionen in eine moderne Kellerwirtschaft und die Umstellung von Rebflächen bereitzustellen.

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