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„Besitz muss strafbar sein“ : Piloten in Frankfurt neun Mal von Laserpointern geblendet

  • Aktualisiert am

Gefährlich: Licht aus Laserpointer irritiert Piloten Bild: dpa

Nur auf einem Flughafen in Deutschland sind zuletzt mehr Piloten mit Laserpointern geblendet worden als in Frankfurt. Leistungsstarke Laserpointer müssten unter das Waffengesetz gestellt werden, fordert Cockpit.

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          Am Flughafen Frankfurt sind Piloten deutscher Fluglinien in den ersten sieben Monaten des Jahres neunmal mit Laserpointern geblendet worden. Das teilte eine Sprecherin des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

          Der Flughafen Frankfurt zähle damit zu den bundesweit am meisten betroffenen Flughäfen. Nur vom Flughafen Berlin-Tegel wurden den Angaben zufolge mehr Fälle gemeldet (10). Bundesweit seien es von Januar bis Juli 65 Fälle gewesen.

          Deutsche Luftfahrtunternehmen sind nach Angaben des Luftfahrt-Bundesamtes verpflichtet, Laserattacken auf Flugzeuge und Hubschrauber an die Behörde zu melden - auch im Ausland. Ausländische Luftfahrtunternehmen, die im deutschen Luftraum fliegen, müssen die Attacken dagegen nicht melden.

          „Deren Besitz muss strafbar sein“

          Ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sagte, die Zahl sei noch immer zu hoch. Die Organisation fordert, dass leistungsstarke Laserpointer mit mehr als 500 Milliwatt unter das Waffengesetz gestellt werden. „Deren Besitz muss strafbar sein“, sagte ein Sprecher.

          Wer Piloten mit einem Laserpointer blendet, macht sich in Deutschland strafbar. In Paragraf 315 des Strafgesetzbuches ist geregelt, dass „gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr“ mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können.

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